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Bisingen Ziegelsteine werden zu Terrassenboden

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Viele Bisinger haben es sich nicht entgehen lassen, Ziegel des abgebrochenen Maute-Schornsteins am Mittwoch und Donnerstag mitzunehmen.Fotos: Wahl Foto: Schwarzwälder Bote

Die Gemeinde hat den Bürgern angeboten, die abgebrochenen Ziegelsteine des Maute-Kamins kostenfrei mitzunehmen – und das Interesse war diesen Mittwoch und Donnerstag riesig. Die Bürger hatten die verschiedensten Motive dafür.

Bisingen. Eifrig werden auf dem Maute-Gelände die Ziegelsteine abtransportiert. Viele sind eigens mit einem Anhänger gekommen, der die Massen an Ziegelsteinen fassen kann. Darunter ist auch Alexander Stauß.

Für was er so viele Ziegelsteine braucht? "Für die Umrandung eines Beets", sagt er freudig, um gleich darauf zu erklären, dass die Umrandung aus drei Schichten bestehen wird – kein Wunder braucht er so viel. Woher er kommt? Nein, er ist kein Bisinger, er ist extra aus Winterlingen hergefahren. Und ja, es sind offensichtlich nicht nur Mitbürger der Kirchspielgemeinde, die die Steine eifrig verladen. Ein Bisinger berichtet: Am ersten Tag der Aktion habe er nur fünf Steine mitgenommen, "aber so gehen wir nicht heim". Am Donnerstagabend ist er mit seinem Sohn und einem Anhänger vorgefahren.

Gemeinde lagert rund sechs Kubikmeter Ziegelsteine ein

Was mit den Ziegelsteinen geschieht, ist ganz unterschiedlich. Einige meinten, sie wollen lediglich zwei bis drei Steine als Andenken an die über viele Jahrzehnte betriebene Fabrik mit nach Hause nehmen. Andere sehen die Verwendung der Backsteine im Anlegen einer kleinen Mauer oder aber eines Innenbodens bis hin zu einem Bau eines Brotofens, oder einem kleinen Kunstwerk. Auch Terrassenböden werden künftig aus den Ziegelsteinen bestehen.

Sowohl am Mittwoch als auch am Donnerstag war die Nachfrage nach den roten Backsteinen groß. Zahlreiche Personen sind gekommen, um die Steine mitzunehmen. Dieses Interesse war ja letztlich auch der Grund, dass die Gemeindeverwaltung das Abbruchmaterial der Öffentlichkeit kostenlos gegen Abholung zur Verfügung stellte. Stefan Hauth vom Bauamt hat die Aktion aus Sicherheitsgründen beaufsichtigt.

Die aus Ton, Lehm oder einer tonhaltigen Masse einst hergestellten und gebrannten Mauerziegel lagen tonnenweise auf einem Haufen neben dem Kesselhaus. Sie wurden innerhalb der vergangenen Wochen Stein für Stein vom ursprünglich über 50 Meter hohen Schlot von Hand abgetragen. Jeder durfte nach Lust und Laune die schönsten Stücke heraussuchen. Zum Befördern dienten Taschen, Eimer, Kisten, Schubkarren –bis hin zu Autoanhängern. Am Mittwoch sind bei gutem Wetter auch viele Schaulustige vor Ort gewesen, die die Aktion neugierig verfolgt haben.

Die Gemeinde selbst hat sich den einzigartigen Ziegelstein mit dem Baujahr 1934 gesichert. Dieser war am M des Namenszuges Maute am Kamin platziert, ebenso wie etwa sechs Kubikmeter weiterer Ziegelsteine. Diese Steine sollen, so heißt es aus dem Rathaus, bei der Neugestaltung des Maute-Areals eine neue Verwendung finden. Außerdem hat die Gemeinde die Buchstaben eingelagert, die einst an der Fassade des Kamins prangten. Diese bestehen aus Blech und wurden von der Baufirma entfernt. Auch diese markanten Gebäude-Elemente könnten auf dem neuen Maute-Areal eine andere Verwendung finden. Abbruchmaterial, das übrig bleibt, wird auf einer Deponie entsorgt.

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