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Bisingen Wohin führt der Bauplatz-Boom?

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Noch im November 2018 waren die Bauarbeiten, um einen weiteren Teilabschnitt im Neubaugebiet Fronwiesen-Raubrühl zu erschließen, in vollem Gange. Inzwischen sind die Arbeiten beendet – und die Plätze schon lange verkauft. Foto: Kauffmann

Bisingen - Wo unterscheiden sich Alternative Liste Bisingen (ALB), CDU, Freie Wähler und SPD, die in der Kirchspielgemeinde mit ihren Kandidaten bei der Gemeinderatswahl antreten? In fünf Artikeln stellen wir fortlaufend die Antworten der vier Listen auf unterschiedliche Fragen vor.

Heute geht es um das Thema Einwohnerwachstum. Im Neubaugebiet Fronwiesen-Raubrühl entstehen mehr als 100 Bauplätze. In Wessingen soll ebenfalls weiterer Baugrund erschlossen werden. Das bedeutet zum Beispiel aber auch: Noch mehr Verkehr und noch mehr Bedarf an Kindergartenplätzen.

Was muss geschehen, damit die Gemeinde dem Einwohner-Wachstum standhält?

ALB

Wir freuen uns, dass Bisingen ein beliebter Wohnort ist. Das zeigt, dass wir bisher vieles richtig und wenig falsch gemacht haben. Zwei Tatsachen müssen unser künftiges Handeln bestimmen: 1. Wohnen ist Menschenrecht. 2. Eine weitere Ausdehnung auf die "grüne Wiese" wird es nicht geben. Daher kommt es jetzt umso mehr darauf an, innerörtliche bebaubare Flächen der Bebauung zuzuführen, wobei sowohl die Interessen privater Bauherren als auch die von Bauträgern berücksichtigt werden sollen. Wir müssen Bebauungspläne so festsetzen, dass auch mehrgeschossiger und verdichteter Wohnungsbau möglich wird, sofern er nicht das umgebende Ortsbild negativ beeinträchtigt.

Die Gemeinde selbst sollte ein proaktives Boden- und Wohnungsmanagement betreiben, dessen Ziel es ist, innerörtliche bebauungsfähige Grundstücke zu akquirieren und bei Veräußerung an Bauträger durch Sozialbindungsklauseln auch erschwinglichen Wohnraum zu schaffen. Wo immer möglich, ist soziale Durchmischung anzustreben und intergeneratives Wohnen zu fördern.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Infrastruktur der Daseinsvorsorge von der Kleinkindbetreuung bis zur Seniorenpflege, von Straßen und Wegen bis zur Kanalisation mit der Entwicklung der Gemeinde schritthalten muss. Vorausschauende und ganzheitliche Planungen sollen sicherstellen, dass nicht der zweite Schritt vor dem ersten getan wird und dadurch neue Probleme entstehen.

CDU

Wir arbeiten bereits daran, die Plätze in den Kindergärten reichen noch bis 2020 da brauchen wir schnellstens eine Lösung. Über die nächsten Jahrzehnte wird uns das Thema Schlaglöcher und Verkehrs Infrastruktur beschäftigen. Aber nicht nur der Teerbelag muss erneuert werden. Was bei den Kosten ein vielfaches mehr ist, sind unsere Abwasserkanäle, unsere Frischwasserleitungen die teilweise 50 Jahre und älter sind. Gleichzeitig muss die Infrastruktur für schnelles Internet, Stichwort Glasfaser beachtet werden.

Dazu zähle ich ebenfalls unsere Straßenbeleuchtung die auf energiesparende LED umgestellt werden muss. Wir müssen uns über mögliche Fahrradspuren Gedanken machen. Die Möglichkeit der Nutzung für Jung und Alt sicherstellen, Stichwort Barrierefreiheit. Bei der Sanierung sollten Grünflächen berücksichtigt werden die in der Folge auch gut gepflegt werden.

Freie Wähler

Durch die Vergabe in Abschnitten folgt, dass eine schrittweise Erweiterung und Verbesserung der Infrastruktur machbar ist. Denn neue Kindergärten- und Schulplätze wachsen nicht von heute auf morgen aus dem Boden.

Wichtig ist auch innerorts die Einkaufsmöglichkeiten zu verbessern. Vielleicht hat auch das eine oder andere "Tante-Emma-Lädle" in der Hauptstraße wieder eine Chance. Auf jeden Fall muss die Gemeinde helfend zur Seite stehen. Die Infrastruktur im Bereich Straßenqualität ist in vielen Fällen mangelhaft. Die Sanierung muss forciert werden. Wenn man die Pläne der letzten beiden Jahre anschaut, wurden aber bzw. werden beinahe überwiegend Gehwege und Feldwege saniert. Wir haben das in der letzten Gemeinderatssitzung stark kritisiert. Hier müssen andere Prioritäten gesetzt werden.

Nach dem Vollausbau des Wohngebiets wird die Angelstraße und die Laiblache einen starken Verkehrszuwachs erhalten. Der ganze zusätzliche Verkehr wird sich dann auch durch das Ortszentrum ziehen. Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass hier einmal Ärger auf uns zukommt.

Wir schlagen daher eine Lösung vor, die schon vor vielen Jahren eine Linderung der Bisinger Verkehrsprobleme vorsah: Die Südumfahrung von Thanheim und Bisingen. Leider ist vor vielen Jahren infolge der Bürgerbefragung auch die Südumfahrung gestorben. Im Verkehrswegekonzept des Landes Baden-Württemberg ist sie unseres Wissens nicht mehr enthalten. Das sollte uns aber nicht hindern, die Idee wieder aufzugreifen.

SPD

Wir wissen heute schon, dass uns bis Mitte 2021 Kindergartenplätze fehlen. Nach heutigen Berechnungen werden wir bis dahin unsere maximale Belegungszahl erreicht haben und das nicht nur im Kernort. Deshalb haben wir in unseren Haushalt schon eine Planungsrate von 30  000 Euro für dieses Jahr eingestellt. Wir müssen entweder unseren Kindergarten wie zum Beispiel in der Gutenbergstraße erweitern, was dort von der Fläche her möglich wäre oder an einen Neubau denken. Beide Optionen müssen wir jetzt planen. Mit der Bebauung des Baugebietes wird sich diese Situation sicher verstärken. Wir müssen jetzt handeln. Die Zufahrten für das große Baugebiet Fronwiesen – Raubrühl sind über die Laiblache/Im Borrenbach oder über die Angelstraße und über die Waldstraße.

Hier sollten durch laufende Sanierungen die Mehrbelastung für Anwohner erträglich sein. Auch in diesem Haushalt wurden wieder 450 000 Euro für Straßensanierung eingestellt. Wir wollen dies in den nächsten Jahren beibehalten und nach Möglichkeit sogar erweitern. Wir wissen sehr wohl, dass mit diesem Betrag nicht alles auf einmal gemacht werden kann, deshalb müssen die zur Verfügung stehenden Mittel nach Dringlichkeit sowohl im Kernort als auch in den Ortsteilen eingesetzt werden. Zudem sollten wir nochmals überdenken, ob wir eine intelligente Nahverkehrslösung anbieten können. Nicht immer klappt alles beim ersten Mal.

Ihre Redaktion vor Ort Hechingen

Klaus Stopper

Fax: 07471 9874-21

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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