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Bisingen Versammlung nur noch alle zwei Jahre

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Bei der Stiftungs- und Mitgliederversammlung der Lebenshilfe sind Mitglieder für ihre langjährige Treue geehrt worden. Zur Einstimmung hat die Werkstatt-Band aus Lautlingen gesungen. Fotos: Kauffmann Foto: Schwarzwälder Bote

Die Stiftungs- und Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Zollernalb findet nicht mehr jährlich, sondern von nun an alle zwei Jahre statt. Die Satzungsänderung hat die Versammlung am Mittwochabend beschlossen – aus einem einfachen Grund.

Bisingen. Holger Klein, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe, teilt den 69 Mitgliedern sein Resümee schon kurz, nachdem er das Mikro ergriffen hat, mit: Vieles habe sich gut entwickelt, "aber es gibt auch etwas, das uns Sorge bereitet", sagte er in der Cafeteria der Werkstatt für behinderte Menschen in Bisingen. Und weiter: Das Ergebnis aller Einrichtungen ist 2018 im Jahresvergleich um 20 Prozent gesunken.

 Schwaches Jahr Klein spricht von einem "wirtschaftlich schwächeren Jahr". Und beruhigt: Diese Entwicklung sei "nicht besorgniserregend". Dennoch stimme es nachdenklich, zumal der Rückgang in wirtschaftlich stabilen Zeiten erfolgt ist.

Was sind die Gründe dafür? Einerseits seien die Kosten für das Personal gestiegen, doch der Hauptgrund liege woanders, nämlich in den Sachkosten. Klein konkretisiert in diesem Zusammenhang, dass regelmäßig Vorschriften strenger würden. Als Beispiele dafür nannte er etwa den Brandschutz. Ständig höhere Standards führten zu einer "eskalierenden Kostendynamik". Die Kosten stiegen zwar, könnten aber nur teilweise refinanziert werden. Und überhaupt: Jeden Monat schlage etwas Neues auf, für das Geld ausgegeben werden muss, das nicht direkt bei Menschen mit Behinderung ankomme.

Die Kostensituation sei wegen des konjunkturellen Abschwungs umso kritischer, zumal die Zahl der Aufträge abgenommen habe.   Schwierige Personalsuche Wie er während seines Vortrags weiter betont, seien Pflegefachkräfte für die Wohnbereiche dringend gesucht: "Wir überlegen ernsthaft, Azubis aus Vietnam einzustellen." Not mache eben erfinderisch, weil derzeit nicht alle Stellen besetzt seien. Personal zu finden, werde in den kommenden Jahren zunehmend zur Herausforderung. Und doch: Mit Wohnangeboten sei die Lebenshilfe "gut versorgt".

Einen neuen Weg beim Thema Wohnen geht die Lebenshilfe in Balingen. In der Fischerstraße 13 entstehen drei Tiny Houses, kompakt gebaute, barrierefreie Ein-Zimmer-Apartments.

  Gute Ideen gefragt Lautlingen, lange Zeit ein "Vorzeigestandort" der Lebenshilfe, müsse seine Stärken halten. Klein: "Wir müssen schauen, dass wir uns dort so aufstellen, dass wir auch morgen noch Arbeit haben." Viele Menschen mit und ohne Behinderung sind dort sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Gute Ideen seien im Hinblick auf die zunehmende Automatisierung und Digitalisierung gefragt. Einfache Tätigkeiten seien besonders gefährdet, weil diese von Robotern übernommen werden.

  Deutlich mehr Umsatz Die ISBA konnte den Umsatz 2018 deutlich steigern. In dieser Tochtergesellschaft stehen große Veränderungen an. So wurde vor wenigen Wochen etwa ein neues Gebäude in Albstadt-Ebingen bezogen. "Tolle Montagearbeitsplätze" seien dort entstanden. Außerdem können die Mitarbeiter dort in Sauberräumen Lebensmittel verpacken und selbst herstellen.

 Größtes Projekt In Hechingen entstehen unter anderem zehn Apartments mit Räumen für Beratungsangebote und psychiatrischer Ambulanz – das derzeit größte Projekt der Lebenshilfe. Bis spätestens 2021 soll es abgeschlossen sein. Dann soll, so der Plan, auch die Fahrradwerkstatt, die bisher in Bisingen untergebracht ist, dorthin ziehen.

  Ab sofort alle zwei Jahre Die Stiftungs- und Mitgliederversammlung findet von nun an nur noch alle zwei Jahre statt. Das hat die Versammlung am Mittwochabend entschieden. Die Initiative dazu ging vom Stiftungsrat aus. Mit einer entsprechenden Satzungsänderung, die einstimmig beschlossen wurde, soll der organisatorische Aufwand reduziert werden.

  Versammlungsort Erstmals fand die Stiftungs- und Mitgliederversammlung der Lebenshilfe in der Cafeteria für behinderte Menschen und nicht, wie sonst üblich, in der Hohenzollernhalle statt. Grund dafür war, dass die Hohenzollernhalle zu groß gewesen sei.

Bei der Stifutngs- und Mitgliederversammlung der Lebenhilfe Zollernalb sind langjährige Mitglieder für ihre Treue zur Stiftung geehrt worden:

 Für 25 Jahre: Helmut Ammann (Balingen), Klaus-Ulrich Bauer (Hechingen), Bärbel Daniel (Hechingen), Käthe Dannenmaier (Balingen), Hildegard Haas (Balingen), Raimund Mantei (Hechingen), Ida Pudlo (Balingen), Günther Seeger (Balingen), Heinz Seidenberger (Bisingen), Silvia Senner (Bisingen), Manuela Spranger (Hechingen), Lina Weber (Albstadt), Klaus Weller (Hechingen), Sabine Wüstemann (Geislingen), Ralf Zimmern (Balingen).

  Für 40 Jahre: Robert Bernhardt (Albstadt), Willy Gastel (Burladingen), Paul Keck (Hechingen), Gerhard Link (Albstadt), Hans-Erich Mattes (Albstadt), Berthold Schaitel (Rosenfeld), Frieda Tengler (Bisingen).

 Für 50 Jahre: Gemeinde Jungingen, Gemeinde Nusplingen, Gemeinde Rangendingen, Rita Haberbosch (Hechingen), Franz Pfister (Haigerloch), Dora Schlaich (Geislingen), Gerhard Schlaich (Geislingen), Stadt Balingen, Stadt Geislingen, Stadt Rosenfeld.

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