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Bisingen Sprengel macht den nächsten Schritt

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Die Leichtathletin Sandrina Sprengel von der LG Steinlach-Zollern ist an der Spitze des deutschen Nachwuchses angekommen. Zum neuen Schuljahr wechselt sie an ein Stuttgarter Sportinternat.

Grosselfingen. Die 15-jährige Schülerin, die bislang auf das Quenstedt-Gymnasium in Mössingen ging, hat im Dress der LG Steinlach-Zollern in dieser Saison einen gewaltigen Leistungssprung nach vorne gemacht und sich in der deutschen Spitze im U16-Bereich etabliert. Das schreibt die LG Steinlach-Zollern über die Grosselfingerin.

Vier Medaillen

So gewann Sprengel insgesamt vier Medaillen bei den Deutschen Titelkämpfen (jeweils einmal Gold und Silber sowie zweimal Bronze) in Bremen, eine Gold- und zwei Silbermedaillen bei den süddeutschen Meisterschaften in Koblenz sowie sechs Goldmedaillen bei württembergischen Meisterschaften in Ludwigsburg. Zudem stellte sie zwei baden-württembergische Rekorde über 300 Meter Hürden in 43,95 Sekunden und im Siebenkampf mit 4062 Punkten auf – zum deutschen Rekord in ihrer Altersklasse fehlten ihr letztlich nur 40 Punkte.

Das außergewöhnliche sportliche Talent Sprengels wurde schon früh erkannt. Bereits im Grundschulalter holte sie sich Ehrenurkunden bei Bundesjugendspielen, siegte bei ersten Leichtathletikwettkämpfen vor allem im Sprint und erzielte dabei sehr schnelle Zeiten, die ihr auf Bundesebene einen der vorderen Ränge in den Jahrgangsdatenbanken einbrachten.

Die 1,76 Meter große Siebenkämpferin hat von den Trainerwechseln bei der LG zur Jahresmitte 2018 profitiert. "Die Qualität im Training lag in den letzten zwölf Monaten auf einem deutlich höheren Niveau als zuvor", sagt Sprengel von ihren Trainern Tim Holzapfel, Niklas Kretschmer und Martin Grundmann sowie dem Landestrainer Mehrkampf am Olympiastützpunkt in Stuttgart Florian Bauder. Dazu kam zuletzt auch noch ein Mentalcoach, da die Entscheidung über Erfolg oder Misserfolg sich oftmals auch im Kopf abspielt.

Im Herbst 2017 zählte Sprengel als 13-Jährige erstmals zum württembergischen Kader. Dieses Jahr hat sie jetzt die Norm für den Bundeskader im Siebenkampf übertroffen. Sprengel trainiert fünfmal in der Woche, ihre Eltern übernahmen die Fahrdienste. "Für den Siebenkampf bringt sie eine optimale Voraussetzung mit, dass sie keine wirkliche Schwachpunkte hat. Im Gegensatz zu vielen anderen Frauen in ihrem Alter kann sie auch sehr gut werfen und hat Ausdauer, um die 800 Meter zu bewältigen", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Eine Lieblingsdisziplin hat sie dennoch. Am liebsten macht sie Weitsprung. "Das liegt mir einfach am meisten", erklärt Sprengel, deren Bestwert bei 5,83 Meter liegt.

Die Siebenkämpferin

Bei der Suche nach den Wurzeln dieses Talents stößt man auf Erika Welker, die Urgroßmutter mütterlicherseits, die Turnerin und Leichtathletin war. In ihrer aktiven Zeit hatte sie sogar einmal die Olympia-Qualifikation geschafft.

Ihre Urenkelin ist immer mit viel Spaß und guter Laune beim Training dabei. Man muss sie im Training nicht extra motivieren, sondern eher mal bremsen. Am Siebenkampf hat die junge Grosselfingerin besondere Freude gefunden, weil das Training so abwechslungsreich ist. Seit zwei Jahren startet sie deshalb in diesen Wettbewerben. "Auch wenn man nach dem Training manchmal ziemlich erschöpft ist, empfindet man eine tiefe Zufriedenheit über das Geschaffte und bekommt den Kopf frei", betont sie.

Neue Schule

Derzeit steht ein Einschnitt in ihrem Leben bevor: Sprengel wechselte zum neuen Schuljahr ins Sportinternat nach Stuttgart und wohnt in einer Zweier-WG mit einer Volleyballerin zusammen.

Von Montag bis Donnerstag kann sie dann vor allem auch im Winter unter optimalen Bedingungen am Olympiastützpunkt trainieren. Damit sie den Kontakt zu den Athleten der LG Steinlach-Zollern und der hiesigen Trainingsgruppe nicht verliert, wird sie freitags nach Hause fahren und dann mit der heimischen Trainingsgruppe zusammen trainieren.

"Ich freue mich richtig auf das Internat. Da ich dort schon einige kenne, fällt mir der Umzug nicht schwer. Wenn ich mich dafür nicht beworben hätte, würde ich es später vielleicht bereuen", sagt sie auf Nachfrage unserer Zeitung.

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