Jahrzehnte alt, aber doch modern: So sieht die "Vision" der Architekten für den E-Bau des Schulzentrums aus. Der gradlinige Charakter des Bauhaus-Stils soll erhalten bleiben. Foto: Schwarzwälder-Bote

Baustart am Schulzentrum im Juni / Architekten wollen den Bauhaus-Stil erhalten

Von Volker Rath

 

Bisingen. Der E-Bau am Bisinger Schulzentrum, in dem die Astrid-Lindgren-Förderschule zuhause ist, soll ab Juni generalsaniert werden.

Weitere Weichen für das Projekt, das mit zwei Millionen Euro veranschlagt ist, stellte der Gemeinderat am Dienstag. Die Runde segnete das Konzept der Planer ab und vergab den weiteren Planungsauftrag für Fachingenieurleistungen. In der Kalkulation enthalten ist der endgültige Kauf des Schulersatzgebäudes von der Firma Holzbau Mayer, das die Gemeinde seit Jahren während der Sanierung als Ausweichräume für Klassen benutzt. Der Kauf ist bereits vollzogen, sagte Bürgermeister Joachim Krüger.

Architekt Armin Haspel stellte die "Vision" der Planergruppe vor. Sie hat vor, den gradlinien Bauhaus-Stil des Hauses zu erhalten und Anbauten späteren Datums abzureißen, die diese Optik stören. "Große Eingriffe in die Architektur sind nicht geplant", so Haspel. In Aussehen und Ausstattung soll sich der neue E-Bau am Standard der bereits sanierten Haupt- und Werkrealschule orientieren. Das Schulzentrum solle optisch eine Einheit bilden.

Großes Thema ist Energie. Der Betonbau, bislang überhaupt nicht isoliert, soll eine Dämmung und neue Fenster erhalten. Außerdem soll auf einem Dach in Richtung Süden eine Solaranlage installiert werden, die rund 18 200 Kilowattstunden Strom im Jahr für den Eigenbedarf der Schule liefert. Die 40 000 Euro, die die Anlage kosten soll, würden sich nach heutigen Energiepreisen in spätestens zwölf Jahren amortisiert haben.

Die Bauarbeiten sollen im Frühsommer beginnen und innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein. Die Gemeinde rechnet mit reinen Baukosten von einer Million Euro und hofft auf 450 000 Euro Landeszuschuss.

Neben der Förderschule nutzen auch die Werkrealschule, die das Erdgeschoss belegt, und die Volkshochschule das Gebäude. Der Computerraum soll mitsaniert werden, für die Toiletten ist ein Neubau vorgesehen.