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Bisingen Maute-Areal: Plattmachen oder erhalten?

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Foto: Kauffmann Foto: Schwarzwälder Bote

Bisingen - Groß war der Andrang bei den Führungen über das Maute-Areal: Mehr als 350 Bisinger haben am Wochenende bei den Rundgängen durch die Industrie-Ruine teilgenommen. Was meinen sie: Abreißen oder erhalten? Wir haben uns umgehört.

Nur der in die Höhe ragende Schornstein kündet noch von dem einst herausragenden Unternehmen: Mehr als 10.000 Quadratmeter Nutzfläche sollen die Räume einst geboten haben, schätzt Armin Haspel, Vorsitzender des Heimatvereins. Ob die Ruinen auf dem rund eineinhalb Hektar großen Gelände in bester Lage platt gemacht werden sollten?

Der Heimatverein hat sich dazu bereits positioniert: Zumindest Schornstein, Kessel- und Turbinenhaus sollen erhalten bleiben. Was meinen die Bisinger dazu? Wir haben bei Teilnehmern der Führungen nachgefragt.

Abreißen!

"Ich bin dafür, dass man das Maute-Areal abreißt und zu einem schönen Wohngebiet macht", Schlägt Eva Schaller vor. Ähnlich sieht es Alois Juriatti: "Erhalten bringt nicht mehr viel, ich würde es abreißen lassen und etwas Anstäniges bauen, was für die Allgemeinheit von Nutzen ist." "Allein der markante Kamin ist wohl erhaltenswert von seiner Größe her, aber ich denke im Hinblick auf seine Substanz wird er in den kommenden Jahrzehnten sicher einige Renovierungen brauchen und das geht ins Geld. Das Maute-Gelände war für die Gemeinde schon teuer genug", sagt James Klausmann. Und Werner Pfister macht deutlich: "Ich bin ganz klar für den Abriss. Ist ja Schrott, würde ich sagen." Platt machen oder erhalten? "Schwierige Frage", sagt Philipp Langenbach, er meint: "Ich denke, das hängt von den Kosten ab."

 Erhalten!

"Auf jeden Fall stehen lassen. Das ist doch ein Teil der Geschichte und schön aussehen tut’s auch", sagt Sabrina Langenbach. Auch für Violetta Buckenmaier ist klar: "Stehen lassen, weil’s einfach zu Bisingen gehört." "Erhaltenswürdiges erhalten und den Rest abreisen", fordert Heinz Marquart und auch für ist Carsten Lausch steht fest: "Alles wird man nicht erhalten können, aber einen Teil auf jeden Fall." "Nicht alles abreißen", ein Standpunkt, den auch Johann Manz teilt. Es gebe noch viele schöne Gebäudeteile, aus denen man noch etwas machen könnte. "Der Maute gehört zu Bisingen, der Schornstein ist ein Wahrzeichen. Aus dem Gelände kann man viele schöne Sachen machen", denkt Timo Welzel. Und Herbibert Rother fordert: "Auf jeden Fall teilweise als historisches Industriedenkmal für die Gemeinde Bisingen erhalten."

 Wer zahlt’s?

Auf die Frage, ob die ehemaligen Maute-Gebäude erhalten werden sollen, antwortet Bürgermeister Roman Waizenegger beim Vor-Ort-Termin: "Wir schauen erst einmal, wie sich die Substanz gestaltet. Wenn wir etwas erhalten können, stellt sich die Frage: Wie sieht die Nutzung aus? Und wer zahlt’s?" Der große Zuspruch für die Führungen zeigt: "Das Maute-Areal gehört zu Bisingen, das Maute-Areal ist Bisingen."

Aktuelle Entwicklung

Der Gemeinderat hat bereits im Juli dieses Jahres die Firma STEG, Dienstleister in Sachen Städtebau, mit der Projektentwicklung und Projektbegleitung des Maute-Areals beauftragt. Noch in diesem Jahr wird eine erste Bürgerveranstaltung stattfinden, bei der sich die STEG vorstellt und sich alle Bürger "in einem angemessenen Rahmen zum Maute-Areal äußern und Anregungen vorbringen können" (Waizenegger).

 Höhere Kosten

Die Verwaltung beabsichtigt zudem, ein Rückbau- und Abbruchgutachten erstellen zu lassen. Ursprünglicher Kostenpunkt dafür: 30.000 bis 40.000 Euro. Waizenegger geht inzwischen von 80.000 Euro aus. Aktuell holt die Gemeinde Angebote ein. Der Gemeinderat wird wohl während einer Sitzung im November die Beauftragung beschließen. Sobald das Rückbau- und Abbruchkonzept vorliegt, wird dies "wie immer transparent und offen kommuniziert", verspricht Waizenegger. Geprüft wird auch, ob Gebäude ganz oder teilweise erhalten werden können. Das Gutachten wird auch mit Zuschüssen finanziert.

In einem Blog zeichnet der Schwarzwälder Bote die Geschichte des Maute-Areals nach, gibt Einblicke in aktuelle Entwicklungen und erklärt die Hintergründe. Hier geht's zum Blog

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Klaus Stopper

Fax: 07471 9874-21

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