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Bisingen Patres feiern Jubiläum ihres Ordens

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Erst vor zwei Jahren begingen die Patres das 25-jährige Bestehen ihres Wirkens in Bisingen. Pater Artur Schreiber ist seit Anfang 2000 im Kirchspiel.Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Der Orden der "Missionare der Heiligen Familie" begeht das 125-jährige Bestehen. Die Patres versorgen auch die Seelsorgeeinheit Bisingen, Grosselfingen, Rangendingen. Das Jubiläum feiern sie diesen Sonntag und Montag im Kloster Bronnbach.

Bisingen/Grosselfingen/Rangendingen (jw). Wie Pater Artur Schreiber berichtet, war geplant, das Jubiläumsfest in Rom zu feiern, wo die Leitung der Kongregation ihren Sitz hat. Die Planungen dafür liefen bereits seit über einem Jahr. Aufgrund der seit Frühjahr dieses Jahres herrschenden Corona-Krise sei von dieser großen Feier abgesehen worden. Schreiber: "Deshalb werde nun in kleinerem Rahmen, nämlich den einzelnen Provinzen diese Festlichkeit begangen."

Niederlassung des Ordens

Das Kloster Bronnbach (Main-Tauber-Kreis) ist seit dem Jahr 2000 Ordensniederlassung der Missionare der Heiligen Familie. Dort feiern die Angehörigen des Ordens dieses Wochenende. Zehn Patres treffen sich in Brombach. Der Großteil von ihnen war in den vergangenen 27 Jahren, seit Übernahme der Seelsorge im Kirchspiel, schon in Bisingen tätig und ist daher den Mitbürgern wohlbekannt.

Gründung: 1895

Die Anfänge des Ordens reichen zurück bis ins Jahr 1895. Die Gründung fand am 28. September 1895 seinerzeit durch den französischen Priester Jean Berthier, Missionar aus dem französischen La Salette, in einer leerstehenden Kaserne in Grave (Niederlande) statt und wurde unter das Patronat der Heiligen Familie gestellt.

Es geht nach Brasilien

Von dort wurde die Kongregation bis 1957 geleitet und ein Jahr später nach Rom verlegt. Sein Werk galt anfangs für apostolische Spätberufene. Sein Ziel war es, Priester- und Ordensleute zu fördern, zumal er erkannte, dass aufgrund des Alters oder finanzieller Not viele Priester und Missionarsberufe verloren gingen. Fortan wurden diese zum missionarischen Dienst ausgebildet. 1911, quasi zeitgleich mit der päpstlichen Anerkennung, kamen die ersten Missionare nach Brasilien.

Der Orden ist heute mit rund 900 Mitgliedern in 21 Ländern aktiv tätig. Pater Artur ist überzeugt, dass der 1908 verstorbene Jean Berthier selig gesprochen werde.

MSF steht als Ordenskürzel für des lateinischen Namens der Kongregation "Missionarii a Sancta Familia" (Missionare der Heiligen Familie).

Nach Brasilien folgten Entsendungen nach Texas, Borneo und Java, später Argentinien, Chile, Madagaskar und Nordnorwegen. Auch Pater Artur war immer wieder in Madagaskar tätig.

Außerdem neuerdings auch Papua-Neuguinea, Weißrussland und Ukraine. Nicht unerwähnt bleiben Deutschland, Schweiz, Spanien, Polen, USA, Indonesien, Italien, Österreich, Belgien, Frankreich und Chile. Nachwuchssorgen kenne der Orden nicht, so Pater Artur Schreiber.

Gefragt ist Vertrauen

Im Jahr 1937 erfolgte unter Generalsuperior Pater Anton Maria Trampe die weibliche Kongregation der "Missions- und Anbetungsschwestern von der Heiligen Familie". "Unter dem Motto "Zu jenen in der Ferne gehen‹ wird die Botschaft von La Salette trotz wechselhafter politischer und gesellschaftlicher Veränderungen in 125 Jahren bis heute aufrechterhalten und weltweit weitervermittelt", so Pater Artur.

Gefragt seien Sachverstand, und tiefe Glaubenshaltung, ausnahmsloses Vertrauen auf Gottes Führung und Einsatz der menschlichen Kräfte. Oberste Priorität genießen laut Pater Artur: die Missionsarbeit, das Patronat und die Familien sowie die Berufungen, um immer mehr Leute für Kirche und Glaube zu gewinnen.

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