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Bisingen/Grosselfingen Vom Leben mit der Kontaktsperre in Corona-Zeiten

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Auch beim Pflege- und Betreuungsheim in Grosselfingen herrscht Besuchsverbot. Immerhin: In gebührendem Abstand können die Bewohner am Dienstagnachmittag die Frühlingssonne genießen. Foto: Kauffmann

Bisingen/Grosselfingen - Seniorenheime sind üblicherweise nicht in den Schlagzeilen. Wenn doch, dann in diesen Tagen wegen der Corona-Pandemie. Aber wie geht es den Bewohnern mit der Kontaktsperre? Was wird getan, um Wochen ohne Besuch zu überstehen? Können Angehörige Abschied nehmen? Zwei Heimleiterinnen in Bisingen und Grosselfingen erzählen.

Sie muss nicht lange nachdenken. "Telefonieren!", sagt Julia Wolf, Leiterin des Senioren- und Pflegeheims in Grosselfingen, auf die Frage was die alten Leute gerade am häufigsten tun. Julia Wolf wirkt fröhlich am Telefon, das in diesen Tagen unter den Bewohnern sehr begehrt ist. Denn die Kontaktsperre zu Menschen von "draußen" hat die Festnetzapparate wieder salonfähig gemacht. "Bewohner, die vor der Krise kein Telefon auf ihrem Zimmer wollten, haben es sich noch mal überlegt. Und jetzt haben fast alle eins", berichtet Wolf.

Fazit also: Es wird sehr viel telefoniert. "Und außerdem viel über Skype – also mit Bildübertragung gesprochen", erzählt Wolf weiter.

Eng beieinander, aber mit Mundschutz

Aber mit Telefonieren allein vergehen die Tage nicht, das war vor Corona auch schon so. "Wir versuchen, den Senioren noch mehr zu bieten also sonst", erzählt sie weiter, und sie freut sich auf das Wetter, das die nächsten Tage schon fast sommerlich ist. Terrasse und der große Garten stünden offen – man geht raus, ganz klar. Und "eng beieinander" sei man im Heim zurzeit nach wie vor – allerdings mit Mundschutz, auch das ist klar.

Thema Abschiednehmen: Was geschieht eigentlich, wenn ein Bewohner im Sterben liegt? "Im Moment gibt es keinen Anlass, sich zu sorgen", sagt Wolf und meint damit, dass es zurzeit nicht den Anschein hat, dass jemand sterben könnte. "Wenn aber doch, dann ermöglichen wir es Angehörigen auf jeden Fall Abschied zu nehmen – nach den aktuellen Standards der Hygiene", sagt Wolf. Ein tröstlicher Gedanke.

Ähnlich antwortet Marianne Haug, Leiterin, des Haus im Park in Bisingen, auf das Thema Abschiednehmen. Zunächst aber erklärt sie: "In welcher Form es möglich ist Abschied zu nehmen, hängt auch vom sogenannten Ausbruchsgeschehen in einer Einrichtung ab." Aktuell sei es möglich, dass Angehörige mit Sondererlaubnis für eine begrenzte Zeit in das Zimmer einer sterbenden Person dürften. "Aber natürlich nur in kompletter Schutzkleidung", fügt Marianne Haug hinzu. Das Gute im Haus im Park sei, dass es nur Einzelzimmer gebe. Das mache das Vorgehen einfacher.

Auf Wunsch werden Fotos verschickt

Um Senioren und Angehörige durch die schwierige Zeit ohne Besuche zu helfen, sind neue Angebote geschaffen worden: Für Bewohner, die kein eigenes Telefon besitzen, hat das Haus im Park zum Beispiel ein Handy angeschafft, das genutzt werden kann, um mit den Angehörigen zu skypen oder zu telefonieren. Auch verschickt man auf Wunsch Fotos der Bewohner an die Angehörigen.

Die Bewohner verbringen ihre Tage sonst wie vor der Corona-Krise. Ihnen wird vorgelesen, Spaziergänge auf der Anlage sind möglich, sie werden bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten einbezogen. Und immer: Das Personal ist stets mit Mundschutz unterwegs.

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