Die Bisinger Feuerwehr hat einem Turmfalken das Leben gerettet. Es ist bereits der zweite Einsatz, zu dem die Feuerwehrleute ausrücken, um einen noch nicht flugfähigen Jungvogel wieder zurück in sein trautes Nest zu heben. Seine ersten Flugversuche unternahm der kleine Turmfalke nahe der evangelischen Kirche am Vormittag des Montags dieser Woche. Dabei landete er auf dem Boden und ist nicht wieder aus eigener Kraft zurückgekommen. Aufmerksame Anwohner informierten den Nabu Bisingen-Grosselfingen, welcher daraufhin die Tierrettung veranlasste. Nachdem der Vogel bei einem weiteren Flugversuch am Mittwochabend erneut auf dem Boden landete, wurde er von den Floriansjüngern kurzerhand "Alois" getauft und nochmals mit guten Wünschen sicher mit der Drehleiter zurück in sein Nest verfrachtet. Der Nabu zeigte sich dankbar für den Einsatz der Feuerwehr, die den Vogel vor dem Tod durch Katzen, Füchse oder anderen Gefahren bewahrt hat.  Über Falken: Der Turmfalke ist der häufigste Falke in Mitteleuropa. Die heute im deutschen Sprachgebrauch übliche Bezeichnung Turmfalke weist darauf hin, dass Turmfalken auch menschliche Bauwerke als Brutplatz nutzen und bevorzugt in den obersten Regionen nisten – wie etwa im Dachgiebel in Bisingen. Der Turmfalke ist während des Rüttelfluges gut erkennbar. Er bleibt dabei in einer Höhe von bis zu 20 Metern an einer Stelle und späht nach Beute. Der Flügelschlag ist schnell, der Schwanz meist breit gefächert und etwas nach unten geknickt. Hat er Beute, etwa eine Wühlmaus, gesehen, fliegt er im Sturzflug darauf zu und greift diese. Text/Fotos: Wahl