Neunt- und Zehntklässler der Bisinger Werkrealschule feierten ihre Abschluss. Foto: Frank Foto: Schwarzwälder Bote

Bildung: Waizenegger: Neunt- und Zehntklässler können stolz sein auf ihre Leistungsbereitschaft

Viele Preise und Belobigungen erhielten die Schüler der Abschlussklassen der Werkrealschule Bisingen bei ihrer Entlassfeier.

Bisingen. Das Zeugnis endlich in den Händen zu halten, die endgültigen Noten zu sehen, das bildete den Mittelpunkt der Schulentlassfeier der Klassen 9 und 10 der Grund- und Werkrealschule Bisingen. Das bunte Programm sorgte für Unterhaltung.

Nicht weniger als sieben Preise und sechs Belobigungen durfte für hervorragende Abschlussleistungen an diesem Abend die Schulleiterin Nicole Heyder an die insgesamt 57 Jugendlichen ausgegeben. Während 40 Schüler die Hauptschulprüfung ablegten, meisterten 17 Schüler den Werkrealschulabschluss.

Etliche Besucher, darunter Eltern, Lehrer und geladene Ehrengäste, füllten am Donnerstagabend die Bisinger Hohenzollernhalle. Das bunte Programm beinhaltete neben Ansprachen und Grußworten amüsante Aufführungen und Pointen mit Musik und Gesangseinlagen von Schülern und Lehrern.

Preise in Klasse 10 erhielten: Miriam Basara, Antje Schuldt, Fatma Khalil und Hafiza Naseer, eine Belobigung bekam Heiko Voß.

Von den Neuntklässlern bekamen einen Preis: Melina Sally, Jannik Schmid und Gabriel Pavlovic und eine Belobigung: Dominik Lazarin, Mejrem Halili, Jenny Marie Blocher, Fitore Rexha und Joline Luisa Vollmer.

Ein Willkommensgruß von Konrektorin Cornelia Schiele galt als Hauptpersonen den Entlassschülern mit Angehörigen, Ehrengästen und Lehrerkollegium, namentlich Bürgermeister Roman Waizenegger und Rektorin Nicole Heyder. Durchs Programm moderierten Lorenz Sum, Luca Lobosco und Fatma Khalil.

Waizenegger gratulierte den Schülern in seiner Rede zum Abschluss. Es habe sich gelohnt und die Basis für das weitere Berufsleben sei geschaffen. Dennoch betonte Waizenegger aus eigener Erfahrung, dass das Lernen nie aufhöre. Der Arbeitsmarkt sei gut, alleine im Zollernalbkreis seien momentan noch 275 Ausbildungsplätze frei. "Ihr werdet gebraucht und mit dem Abschluss in der Tasche sollten die Chancen genutzt werden", so der Schultes.

Eigenverantwortung ist ab jetzt gefragt

Als Geschenk gab es neben einem persönlichen Schreiben einen Kinogutschein. Dankesworte zollte Waizenegger den Lehrern sowie den Eltern für ihre Unterstützung, Begleitung und Ermutigung.

Im anschließenden "Sprüchechaos" mussten zwei Schülerteams den Pädagogen etwaige Sprüche zuordnen. Dagegen mussten drei Lehrer projizierte Kinderfotos den Abgangsschülern zuordnen. "I’m yours" besang danach das Trio mit Fatma Khalil, Isabel Müller und Amy Schaal.

Eingehend auf das Motto der zehnten Klasse "Morgen free man (morgen frei sein)" hatte Rektorin Nicole Heyder bei ihrer Ansprache gleich mal drei Fragen parat: Was ist Freiheit? Wart ihr denn neun bis zehn Jahre lang gefangen? Und seid ihr ab morgen wirklich frei? Freiheit bedeute Unabhängigkeit, die Möglichkeit eigene Entscheidungen zu treffen und letztlich zu tun, was man will. Aus ihrer Sicht waren die Schüler keinesfalls viele Jahre in der Schule eingesperrt; sie hätten vielmehr gelernt, mit Freiheit umzugehen. Die ganze Schulgemeinde mitsamt den Eltern habe den Lernprozess mitgetragen, weshalb ihnen Dank gebühre. Wer frei sei, habe auch die Möglichkeit, Fehler zu machen. Wichtig sei es, diese wahrzunehmen, zu bereuen und sein Verhalten zu ändern. Der Großteil habe die Freiheit der Berufswahl genutzt. So starten ab September Ausbildungen in verschiedenen Berufen. Einige haben sich für die schulische Weiterbildung entschieden. Andere wiederum legen ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) ein.

Heyder appellierte, rücksichtsvoll, respektvoll, tolerant und umsichtig zu bleiben. Neben der Freiheit habe jeder auch Verpflichtungen und Bindungen. Hier gelte es eine Balance zu finden. Die Schulleiterin wünschte den Schülern weiterhin viel Erfolg und die nötige Portion Glück für die Zukunft. Elternbeiratsvorsitzende Silvana Haase schloss sich den Glückwünschen ihrer Vorrednerin an. Eigenverantwortung sei ab nun gefragt, wenn auch der Weg mal steinig werde.

Den Klassenlehrern Mathias Steck, Claudia Billet-Barfuß und Simone Koch überreichten die Zeungisse, während auf der Leinwand humorvolle Rückblicke abliefen. Zum Abschluss gab es noch eine "Oscarverleihung" durch Hafiza Naseer und Selin Kavas. Auch die Schüler sprachen Dankesworte, schließlich klang die Feier bei einem Stehempfang aus.