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Bisingen Das doppelte Ende des Lagers Natzweiler

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Der Verein "Gedenkstätten KZ Bisingen" zeigt vom 10. bis 29. April die Ausstellung "Freiheit – so nah, so fern. Das doppelte Ende des Konzentrationslagers Natzweiler". Foto: Hentsch Foto: Schwarzwälder-Bote

Bisingen. Der Verein "Gedenkstätten KZ Bisingen" zeigt vom 10. bis 29. April in der Hohenzollernhalle in Bisingen die deutsch-französische Ausstellung "Freiheit – so nah, so fern. Das doppelte Ende des Konzentrationslagers Natzweiler", an deren Erarbeitung er mitbeteiligt war.

Die Ausstellung, die seit September 2014 an verschiedenen Orten im Elsass und in Baden-Württemberg zu sehen ist, zeigt die Geschichte der Räumung des elsässischen Hauptlagers Natzweiler und dessen Außenlagers auf. Als am 25. November 1944 amerikanische Soldaten nach Natzweiler vordrangen, fanden sie ein leeres Lager vor. Die Lagerkommandantur war auf rechtsrheinische Seite verlagert worden, wo bis Kriegsende in über 70 Außenlagern immer noch neue Zwangsarbeiter ins Joch der Kriegsindustrie gezwungen wurden. Dazu gehörten die zehn Werke und sieben Lager des Unternehmens "Wüste", unter anderen auch Bisingen. Erst im April 1944 kam es mit dem Vorrücken der Alliierten im süddeutschen Gebiet zur Räumung der "Wüste"-Lager, bei der die Mehrzahl der Häftlinge auf sogenannte Todesmärsche geschickt wurden.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Schicksal einzelner Häftlinge, zu denen auch die beiden Bisinger Überlebenden Otto Gunsberger und Isak Wasserstein zählen. Der Verein "Gedenkstätten KZ Bisingen" war in die Vorbereitungen für das Projekt, das vom französisch-deutschen Ausstellungsteam – Frederique Neau-Dufour, Leiterin der CERD/Gedenkstätte Natzweiler-Struthof und Dorothee Roos, Vorsitzende der KZ-Gedenkstätte Neckarelz – von Sommer 2013 an eingebunden.

Dem Verein war es ein Anliegen, die Ausstellung zu dem Termin, als die "Wüste"-Lager im April 1945 aufgelöst wurden, nach Bisingen zu bringen. Die Gemeinde Bisingen hat die Vorbereitungen für die Ausstellung umfassend unterstützt. Die Landeszentrale für Politische Bildung, Abteilung "Gedenkstättenarbeit", stellte den Ausstellungskatalog und Flyer bereit.

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 10. April, um 19.30 Uhr im Foyer der Hohenzollernhalle in Bisingen. Bürgermeister Roman Waizenegger und die Vorsitzende des Vereins "Gedenkstätten KZ Bisingen", Uta Hentsch, begrüßen die Besucher. Silvia Pauli und Stephan Britt umrahmen die Eröffnung musikalisch mit der Klarinette. Kreisarchivar Andreas Zekorn führt in die Ausstellung ein. Dieter Grupp, im Vorstand des Vereins, spricht ein Wort zum Schluss.

Die Ausstellung geht bis 29. April. Öffnungszeiten sind dienstags von 16 bis 19 Uhr, mittwochs von 15 bis 19 Uhr, donnerstags von 10 bis 12.30 Uhr, freitags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Besuche außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten können unter Telefon 07471/38 98 angemeldet werden.

 
 

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