Viele verschiedene Kostüme gab es in Bisingen zu bestaunen. Foto: Wahl

40 Gruppen ziehen beim Bisinger Kirchspiel-Umzug durch die Straßen. Grosselfinger Narren tragen Sieg davon.

Bisingen - Gigantisch, phänomenal, faszinierend: Der gestrige Kirchspiel-Fasnetumzug in Bisingen rief Jubel, Trubel und Heiterkeit bei den tausenden Besuchern hervor.

Der Zunftmeisterempfang im Foyer für alle Zunftanführer und Delegierte markierte den Beginn der Veranstaltung und wurde musikalisch durch den MV Bisingen umrahmt – ein stimmungsvoller, traditioneller Auftakt. Bürgermeister Roman Waizenegger, der seine erste Bisinger Fasnet erlebt, sprach ein Grußwort.

Der Ideenreichtum des Umzugs war vielfältig und überwältigend: Ob personenstarke kostümierte Gruppen, aktuelle Themen oder detailreiche Fasnetwagen, alles war dabei. 40 Gruppen schlängelten sich durch die Straßen von Steinhofen nach Bisingen, wo sich der lange bunte Narrenwurm in der Ortsmitte auflöste. Auf der Ehrentribüne vor dem Gasthaus Rose fungierte Armin Haspel als Ansager, die Moderation in Steinhofen oblag Andreas Fecker.

Auf der Umzugsstrecke waren genügend Verpflegungsstände eingerichtet und auf dem Marktplatz wie in der Halle, den Gasthäusern und Vereinshallen wurde den ganzen Tag über gefeiert. Die beteiligten Gruppen zeigten sich von ihrer besten Seite. Angeführt und eingestimmt vom MV Steinhofen und den Zigeunern, folgten aufgeteilt in verschiedene Marschblöcke die einheimischen Zünfte und die aus naher und ferner Umgebung angereisten Gruppen.

Musik-, Lumpen- und Guggenmusiken sorgten für die Musik. Für die Besucher und vor allem Kinder gab es reichlich Bonbons und weitere Süßigkeiten bis hin zum wärmenden Schnaps. Das Publikum ließ sich zum Klatschen und Mitsingen animieren. Für die Zollergemeinde war dies zugleich der Höhepunkt der fünften Jahreszeit.

Die Wertungsrichter, sechs an der Zahl, unter Leitung von Otto Bogenschütz werteten nach Motto, Sinn, Aufwand und Stärke der Gruppe und trafen sich anschließend in der Halle zur Festlegung der Platzierungen. Den Sieg tragen die Dalbach-Hexa Grosselfingen mit 45 Punkten davon, gefolgt von der Narrenzunft Frommern mit 42 Punkten. Den dritten Platz mit jeweils 39 Punkten teilen sich die Geislinger Hexen, die Schaiblin-Hexen Stetten und die Duachberghexa Mülheim. Außerdem konnten sich platzieren die Haiburgpiraten Grosselfingen und die Narrenfreunde Endingen.

Anschließend war im ganzen Ort närrisches Treiben angesagt.