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Bisingen Burg ohne Besucher: Wie geht es dem Zoller?

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Fast Menschenleer und von erhabener Schönheit: Seit die Burg für Besucher geschlossen ist, harren dort nur noch wenige Mitarbeiter. Die Sanierung der Burgmauer musste unterbrochen werden. Foto: Fleck Gerüstbau Koblenz

Bisingen - Seit vergangener Woche hat die Burg Hohenzollern für Besucher geschlossen. Doch ganz einsam wird es auf dem Zoller nie. Einige Mitarbeiter sind weiterhin im Einsatz. Was genau sind ihre Aufgaben? Und warum sind sie überhaupt noch im Dienst? Ist die Sanierung unterbrochen? Das erfahren Sie in unserem (SB+)Artikel

Nur noch anschauen ist erlaubt, aber nur von außen: Die Burg Hohenzollern gehört zu den ersten Einrichtungen, die Anfang voriger Woche ihren Betrieb einstellte. Diese Präventivmaßnahme haben die Burgherren und die Burgverwaltung im Rahmen der Regierungsvorgaben veranlasst, um die Eindämmungsstrategie gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu unterstützen. Ihnen sei zudem bewusst, dass die Burg auch eine der letzten Einrichtungen sein wird, die wieder öffnen, heißt es auf Nachfrage unserer Zeitung.

Wir haben aus Anlass der Sperrung für Besucher einige Fragen an die Burgverwaltung gestellt. Das sind die Antworten:

Warum ist das Burg-Personal im Einsatz, obwohl sie für Besucher gesperrt ist?

Die Burg Hohenzollern ist dauerhaft besetzt, um auf eventuelle Witterungs-, Brand- oder Einbruchsgefahren reagieren zu können. Ein Team aus den Abteilungen Verwaltung, Information, Schlossmeisterei, Parkplatz und Wachdienst kümmert sich während der Corona-bedingten Burgsperrung vor Ort darum, den internen Hausbetrieb aufrecht zu erhalten.

Welche Aufgaben werden erledigt?

Dazu zählen unter anderem handwerkliche Aufgaben, wie zum Beispiel relevante Reparaturen oder die Überwachung der Haustechnik. Auch die Burg-Information ist täglich von 10 bis 16 Uhr besetzt, beantwortet telefonische Anfragen oder leitet diese weiter an die Kollegen, die Verwaltungsaufgaben von zuhause aus erledigen können. Da sich das Burggelände auf über 8000 Quadratmeter erstreckt, können die Mitarbeiter vor Ort problemlos untereinander den Mindestabstand von 1,5 Meter einhalten.

Wie viele Personen arbeiten gerade auf der Burg Hohenzollern?

Die Burg Hohenzollern beschäftigt mittlerweile 220 Mitarbeiter – 80 in Festanstellung und 140 auf Minijob-Basis. Über 200 Mitarbeiter müssen aufgrund der Corona-Krise nun bis auf Weiteres zuhause bleiben.

Was bedeutet die Corona-Krise für die Burg Hohenzollern wirtschaftlich?

Als touristischer Freizeitbetrieb mit internationalem Publikum gehört die Burg Hohenzollern zu den Einrichtungen, die aufgrund der Corona-Problematik als erste ihre Tore geschlossen haben und als letzte wieder öffnen werden. Dies ist als private Einrichtung "eine äußerst schwierige Situation – wie für viele andere mittelständische Unternehmen auch", heißt es von der Burg auf Nachfrage. Auf unbestimmte Zeit fallen sämtliche Einnahmen aus dem Museumsbetrieb, der Burg-Gastronomie und der beiden Burg-Shops weg. Und wann Burgveranstaltungen wieder stattfinden können, ist derzeit ebenso ungewiss. Auch hier reißt die Corona-Krise ein erhebliches finanzielles Loch.

Wie geht es mit der Burg Hohenzollern weiter, wenn die Krise anhält?

Burgverwalterin Anja Hoppe bespricht sich regelmäßig mit Hausherr Georg Friedrich Prinz von Preußen, der sich von Potsdam aus täglich nach dem Wohlergehen seiner Mitarbeiter und seiner Burg erkundigt. Zusammen planen und organisieren sie die weitere Vorgehensweise und stehen in Kontakt mit den betref- fenden Stellen, um den wirtschaftlichen Schaden so gut es geht in Grenzen zu halten. Die Burg verfügt zwar über ein gewisses finanzielles Polster, das als Eigenanteil für die Sanierungsmaßnahmen angespart wurde, dennoch wird die Burgverwaltung nicht umhinkommen, ab April Kurzarbeit anzumelden.

Wird die Sanierung der Burg fortgesetzt?

Die Restaurierungsarbeiten an der Außenmauer wurden eingestellt, da die Handwerker aus spezialisierten Betrieben stammen, die teilweise in benachbarten Bundesländern beheimatet sind. Das bedeutet, die Handwerker wohnten bislang werktags in Pensionen nahe der Burg und fuhren am Wochenende nach Hause. Da diese sonst übliche Vorgehensweise nun kaum bis nicht mehr mit den Regelungen der Corona-Verordnung der Landesregierung vereinbar und für die betreffenden Mitarbeiter in der jetzigen Situation nicht zumutbar ist, haben die betreffenden Betriebsleiter in Absprache mit der Burgverwaltung eine vorläufige Pause bei den Sanierungsarbeiten vereinbart.

Können Fußgänger noch den Spaziergang zum Adlertor genießen oder ist der Weg abgesperrt?

Auf der Zufahrtsstraße zur Burg Hohenzollern weisen weiterhin Schilder darauf hin, dass die Burg geschlossen ist. Die Kreisstraße bis zum oberen Besucherparkplatz sowie die Waldwege rund um die Burg sind jedoch offen. Es ist also möglich, bis zum Eingangstor der Burg zu laufen. Allerdings würde man dort ein verschlossenes Adlertor vorfinden, auch tagsüber. Wer einen Spaziergang machen möchte, dem empfiehlt die Burgverwaltung die Wege unterhalb der Burg. Diese bieten schöne Blicke auf den Zoller. Die Vorgaben der Corona-Verordnung sollte man auch dort einhalten.

 Weitere Anreisen

Der untere Besucherparkplatz ist momentan komplett gesperrt für die Öffentlichkeit. Auf dem oberen Parkplatz ist Parkplatzpersonal im Dienst. Denn es kommen tatsächlich Autofahrer – am Wochenende mehr, unter der Woche weniger, heißt es auf Nachfrage. Den Kennzeichen nach kann bei einem Großteil gar auf weitere Anreisen geschlossen werden und erstaunlich oft handelt es sich um Einzelpersonen. Möglicherweise Personen, die einfach ihren vier Wänden entfliehen wollen und nicht einmal primär einen Burgbesuch zum Ziel haben, mutmaßt die Burgverwaltung.

 Keine Gruppen

Das Parkplatzpersonal weist Besucher darauf hin, dass die Burg geschlossen ist und achtet unter anderem darauf, dass sich keine "Gruppen von Gleichgesinnten" bilden und muss ab und zu auf Abstandsvorschriften hinweisen. Die Besucher reagieren meist mit Verständnis und reisen ab.

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