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Bisingen "Bürger helfen Bürgern" ist gegründet

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Gut besucht war die Gründungsversammlung des Vereins "Bürger helfen Bürger". Der neue Vorstand strahlte, viele Bürger füllten gleich noch ein Anmeldeformular aus. Foto: Brenner

Bisingen-Thanheim - Voller Tatendrang und mit 103 Mitgliedern startet der neue Verein "Bürger helfen Bürgern". Über 120 Interessierte kamen am Mittwochabend zur Gründungsversammlung in die Thanheimer Festhalle.

Das Interesse an der Vereinsgründung war offenbar riesig. Schon eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung war die Thanheimer Halle komplett voll. Die Ortsvorsteher der drei beteiligten Ortsteile Thanheim, Zimmern und Wessingen schleppten weitere Tische und Stühle in den Saal, damit alle Zuhörer Platz fanden. "Diese stattliche Anzahl Besucher zeigt, dass wir mit unserer Idee auf dem richtigen Weg sind", freute sich der Thanheimer Ortsvorsteher Rudolf Buckenmaier, der die Idee des Vereins nach einer Bürgerbefragung auf den Weg gebracht hat.

Am Montag wurde es dann ernst: Die Satzung wurde verabschiedet und der Vorstand gewählt (Rubrik). Vorbereitet worden war die Vereinsgründung von einer 30-köpfigen Projektgruppe, die sich seit dem Herbst dafür eingesetzt hat, das Projekt voranzutreiben. Ziel von "Bürger helfen Bürgern" ist es, dass sich Bürger gemeinsam mit kleinen Dienstleistungen wie Einkäufen, Kinderbetreuung, Schreibdiensten oder auch im Haushalt oder Garten gegenseitig aushelfen können.

In Anspruch nehmen können Dienste alle Bürger aus den drei Ortsteilen Thanheim, Wessingen und Zimmern. Mitglieder sein müssen sie dafür nicht. Auch Bisinger und Steinhofener können Hilfe bekommen – sie müssen allerdings Vereinsmitglieder sein. Eine Einsatzstunde kostet sechs Euro, fünf Euro davon kriegt der Helfer, einen Euro der Verein, außerdem gibt es 30 Cent für jeden gefahrenen Kilometer. Darauf habe man sich geeinigt, "denn auf die Helfer muss Verlass sein", erklärte Zimmerns Ortsvorsteher Andreas Klausmann.

Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger lobte das Projekt als "eine gute Sache" und sicherte seine Unterstützung zu. Die Gemeinde Bisingen trägt in den ersten zwei Jahren den Großteil der laufenden Kosten des Vereins, bis dieser sich selbst finanzieren kann. Den Rest sollen die Kirchengemeinden tragen, die Investitionskosten werden durch die Mitgliederbeiträge (zwölf Euro pro Jahr) und Spenden finanziert.

Aus dem Kreis waren die beiden Vorsitzenden von zwei ähnlichen Vereinen, Helmut Künstle von der "SonNe Dotternhausen" und Eberhard Wiget vom Geislinger Sozialen Netzwerk "GEBs", gekommen, um über ihre eigenen Erfahrungen zu berichten. Dabei wurde deutlich: Am Anfang kann es schon mal holprig werden. Allerdings haben sich beide Vereine inzwischen bewährt. So hat die "SonNe" ihre Mitgliederzahl innerhalb von drei Jahren von 50 auf 520 mehr als verzehnfacht.

Vier bis sechs Wochen dauert es, bis die Vereins-Eintragung beim Amtsgericht erfolgt ist. Erst dann können die Geschäftsstellen in den Ortsteilen eingerichtet , Computer gekauft sowie die Helfer und Bedürftigen erfasst werden. Zum 1. Juni könnte der Verein die Arbeit aufnehmen. "Es wird sicher ein steiniger Weg", meinte Rudolf Buckenmaier gestern, "aber wir sammeln diese Steine und bauen daraus etwas Wunderbares".

Weitere Informationen:

www.bürger-helfen-bürgern.de

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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