Auf „Reute“ an der Bahnhofstraße in Bisingen liegen die Arbeiten für den Kita-Neubau im Zeitplan. Zurzeit finden dort Rohbauarbeiten statt. Foto: Sabine Hegele

An der Bahnhofstraße in Bisingen macht der Neubau eines sechsgruppigen Kindergartens Fortschritte. Ganz so, wie es der Zeitplan vorgibt. Aktuell wird am Rohbau gearbeitet.

An der Bisinger Bahnhofstraße werden „Schwergewichte“ bewegt. Nämlich massige Bauelemente im Rahmen der Rohbauarbeiten für den neuen, sechsgruppigen Kindergarten auf „Reute“. Imposant sieht das aus, wenn der Baukran die Teile durch die Lüfte schwenkt, um sie passgenau auf dem Baugrund zu platzieren.​

 

Mit diesen Arbeiten liegt der Baufortschritt im Zeitplan. Das tut er seit dem Spatenstich Ende Januar. Obwohl Roman Slezinger, der verantwortliche Mann aus dem Bisinger Bauamt, Ende März hatte vermelden müssen, dass zum Start der Baumaßnahme auf dem Gebiet „Reute“ belastetes Material gefunden wurde – mehr als es das Bodengutachten aus dem Jahr 2023 hatte erwarten lassen.

140.000 Euro Mehrkosten

Der Aushub und die fachgerechte Entsorgung von Resten der alten Aschenbahn sowie von Bauschutt (der unter der Humusschicht zum Vorschein gekommen war) verursachte Mehrkosten in einer Größenordnung von knapp 140.000 Euro.

Trotzdem, wusste Slezinger schon vor zwei Monaten zu berichten, lag man mit den Erdarbeiten für den Kita-Neubau um rund acht Prozent unter der Kostenrechnung – weil die Vergabe weiterer fünf Gewerke zu diesem Zeitpunkt deutlich günstiger ausfiel als veranschlagt.

Sind nach den Entwässerungs- auch die Rohbauarbeiten abgeschlossen, geht es an die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten. Bleibt die Großbaustelle weiterhin im Zeitplan, soll ab etwa Juli/August mit den Innenausbauarbeiten der technischen Gewerke gestartet werden können.

Einzug zum Kindergartenjahr 2027/2028 geplant

Im Kirchspiel freut man sich auf den neuen Kindergarten, dessen Einzugstermin für das Kindergartenjahr 2027/2028 geplant ist. Denn, macht Bürgermeister Roman Waizenegger immer wieder deutlich: „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist der Gemeinde Bisingen wichtig.“ Und wie der verantwortliche Architekt Stefan Beuter ist der Verwaltungschef überzeugt, dass die Einrichtung schön wird – und (natürlich) zugleich funktional.

7,4 Millionen Euro teuer kommt Bisingen der Neubau – das ist sehr stattlich. Aber: Mit ihm, sagt der Bürgermeister, entspanne sich die gemeindliche Situation in Sachen Kinderbetreuungsplätze. Ohnehin sei die Geburtenrate regelrecht eingebrochen.

Details zum Kita-Neubau im Gebiet „Reute“

In Höhe von
7,4 Millionen Euro bewegen sich laut Planung des Haigerlocher Architekturbüros Beuter die Baukosten für den Kita-Neubau auf „Reute“, samt Außenanlage und Spielgeräten. Gebaut wird in der Bahnhofstraße auf zwei Flurstücken, 68 Ar groß, mit einer Nutzfläche von 1700 Quadratmetern.​

Die Ausführung
sieht eine eingeschossige Holzrahmenbauweise vor – mit einer extensiven Begrünung des Dachs, Pult- und Flachdach im Wechsel. Mit berücksichtigt ist außerdem eine Photovoltaikanlage, ebenso eine Wärmepumpe.​Sechs Gruppen werden in dem neuen Kindergarten auf „Reute“ Platz finden: vier Ü3-Gruppen und zwei U3-Gruppen. Betreten wird man die Einrichtung künftig über ein großzügiges Foyer; zusätzlich wird es Personal-, Lager- und Fachräume geben, außerdem einen Abstell- und einen Mehrzweckraum sowie eine Schmutzschleuse.