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Bisingen "Auf die zweite Welle vorbereitet sein"

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Bei der Gesundheitskonferenz in Bisingen hat das Corona-Krisenmanagement im Kreis im Mittelpunkt gestanden.Foto: Landratsamt Foto: Schwarzwälder Bote

Hinsehen, analysieren und bewerten: Die Gesundheitskonferenz in der Hohenzollernhalle in Bisingen hatte zum Ziel, Erkenntnisse aus dem Corona-Krisenmanagement zu gewinnen, die im Falle einer zweiten Infektionswelle hilfreich sein können.

Bisingen. Eingeladen waren Vertreter des Corona-Krisenstabs, der Kommunalpolitik, des Gesundheitswesens und der Kassenärztlichen Vereinigung.

Mit einem neuen Amt für Bevölkerungsschutz hat die Landkreisverwaltung rasch auf die Corona-Krise reagiert. Kreisbrandmeister Stefan Hermann, der das Amt leitet, stellte die Maßnahmen dar. Regelmäßige Krisenstabssitzungen, die Einrichtung einer Bürgerhotline, die Inbetriebnahme des DRK-Testzentrums und der Corona-Schwerpunktambulanz (CSA) sowie der vorbeugende Aufbau einer Corona-Station zur Entlastung der Kliniken seien ein Teil der Maßnahmen gewesen.

Als Herausforderungen wurden die knappen personellen und materiellen Ressourcen genannt.

"Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass wir uns auf starke Partner im Gesundheitswesen stützen können. Im Namen der Bevölkerung danke ich allen Beteiligten – dem Zollernalb-Klinikum, den Acura-Kliniken, der Ärzteschaft und dem DRK – für das Engagement", betonte Landrat Günther-Martin Pauli. Die Suche nach einem langfristigen Standort für die Corona-Schwerpunktambulanz beschäftige zurzeit die Landkreisverwaltung, Daniel Urban, den leitenden Arzt der CSA, und dessen Team. Pauli war zuversichtlich, eine schnelle Lösung zu finden.

"Die Corona-Schwerpunktambulanz wurde zum Erfolgsmodell", ergänzte Gabriele Wagner, Kreisdezernentin für Gesundheit und Lebensraum.

Die ambulante ärztliche Versorgungssituation im Kreis sei schon vor der Corona-Krise angespannt gewesen. "Im Zollernalbkreis gibt es 30 freie Hausarztsitze, und die praktizierenden Kollegen haben ein hohes Durchschnittsalter. Die zentrale Lösung der Corona-Schwerpunktambulanz entlaste die ärztlichen Kollegen und helfe ihnen, die Aufgaben des Praxisalltags zu bewältigen, informierte Urban. Neben der Standortsuche befasst er sich mit der Suche nach Personal für die CSA und ermutigt Interessenten: "Seit Inbetriebnahme der CSA gab es keine nachgewiesene Covid-19-Erkrankung unter den Angestellten. Die Gefahr einer Infektion ist bei entsprechenden Schutzmaßnahmen gering." Hauptziel sei es, sich optimal auf die Testung von Reiserückkehrern und auf die steigende Zahl an Infekten ab Herbst vorzubereiten.

Gerhard Hinger, Geschäftsführer des Zollernalb-Klinikums, ging auf das Krisenmanagement ein. Als wichtige Bausteine stufte er die Kommunikation, regelmäßige Abstimmungen mit dem Krisenstab, die Weiterentwicklung in Bezug auf elektronische Medien sowie eine unkomplizierte Entscheidungsfindung ein. Der Wunsch, die Kommunikation zwischen Landratsamt und Ortspolizeibehörden zu intensivieren, wurde als konstruktive Kritik aufgenommen.

  Weitere Verbesserungsvorschläge nimmt das Amt für Bevölkerungsschutz bis Montag, 10. August, unter be voelkerungsschutz@zollern albkreis.de entgegen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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