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Bisingen 1000 Tonnen: Brückenteil an Stelle gebracht

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Die tonnenschwere neue Brücke am Ende der Bachstraße in Bisingen-Steinhofen ist diesen Dienstag, 30. Oktober, an die richtige Stelle geschoben worden. Sie ersetzt eine alte Stahlkonstruktion aus dem 19. Jahrhundert. Foto: Kauffmann

Bisingen-Steinhofen - Die gut 1000 Tonnen schwere Brückenkonstruktion aus Stahlbeton wird am Dienstag wie ein Puzzleteil in die Lücke der Bahnstrecke bei Bisingen-Steinhofen geschoben - eine Leichtigkeit. Die eigentliche Herausforderung liegt bei diesem Bauprojekt an anderer Stelle.

Im Schneckentempo bewegt sich am Dienstagmorgen der fast 1000 Tonnen schwere Koloss aus Stahlbeton Zentimeter für Zentimeter voran. Da muss man schon genau hinschauen: "Man sieht die Bewegung nur, wenn man direkt daneben steht", sagt Statiker Bernd Bartoleit, während der Regen auf seinen Helm prasselt. Mit dem Wind fühlt sich die Temperatur an diesem Vormittag noch viel kälter an.

Seit Tagen harren die Bauarbeiter unter diesen Bedingungen aus. "Beim Wetter hat nichts gepasst, was hätte passen sollen", sagt der Bauleiter Matthias Holzwarth vom Metzinger Bauunternehmen Brodbeck. Besonders seit der Nacht von Samstag auf Sonntag ist das Wetter richtig schlecht gewesen. Holzwarth: "Da waren wir alle nass bis auf die Haut."

Und doch sind am Morgen einige Schaulustige gekommen, um beim Verschub des Betonkoloss zuzuschauen. Was für die Zuschauer wie ein spektakuläres Baustellen-Ereignis wirkt, ist für Bartoleit Routine. "Das ist für mich fast die hundertste Brücke", sagt er lachend, während er mit seinem Zeigefinger auf ›seine‹ Konstruktion deutet.

Schwere Konstruktion muss zentimetergenau eingefügt werden

Wie wird dieses schwere Bauwerk bewegt? Die Brücke wird jeweils durch vier Pressen auf beiden Seiten um einige Zentimeter angehoben und danach von einem Hubzylinder auf Verschubschlitten gezogen – etwas wie ein Stahlträger, auf dem der tonnenschwere Koloss in Richtung des Bahndamms rutscht. Für die Strecke von den insgesamt 15 Metern brauchen die Bauarbeiter etwa eineinhalb Stunden. Um einen einzigen Meter zurückzulegen, braucht es zehn Minuten.

Damit die Reibung beim Verschieben gering bleibt, tragen die Bauarbeiter ein Gleitspray auf die Schienen auf, ansonsten würde man vielleicht stecken bleiben, erklärt Bartoleit. Sobald die Brücke am richtigen Platz steht, werden die Stahlträger entfernt, sodass die Brücke auf ihre Betonsockel abgesetzt werden kann. Daraufhin muss der Hohlraum zubetoniert werden.

Gutes Dutzend Schaulustige beobachten das Ereignis gespannt

Erst danach kann das Loch im Bahnhof wieder aufgefüllt werden – an diesem Punkt beginnt die eigentliche Herausforderung. Wie Bauleiter Holzwarth berichtet, seien insgesamt 10.000 Tonnen Aushub entfernt worden. Er sagt: "Was rausgenommen wird, muss auch wieder rein." Bis zum frühen Samstagmorgen muss das Loch wieder aufgefüllt sein, denn dann soll der erste Zug wieder über die Gleise donnern. Für die Anwohner heißt das: Sie müssen weiterhin die Bachstraße freihalten. Denn die Lastwagen nutzen die Straße.

Derweil haben sich rund um die Baustelle mehr als ein Dutzend Schaulustige eingefunden, die die Verschiebung der Brücke mit Spannung hinter dem Bauzaun und vom Bahndamm aus beobachten.

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