Alle Mitarbeiter von Müller Fleisch werden einmal pro Woche auf Covid-19 getestet. (Symbolfoto) Foto: Berg

Nur Beschäftigte mit negativem Covid-19-Ergebnis dürfen wieder arbeiten. Firma investiert in Schallschutz.

Birkenfeld - Wie die Firma Müller Fleisch aus Birkenfeld mitteilt, bleibt die Frequenz der Corona-Tests bei den Mitarbeitern weiterhin hoch. Urlaubsrückkehrer müssen ab sofort negative Tests vorweisen, bevor sie wieder arbeiten dürfen. Außerdem investiert das Unternehmen in den Schallschutz, um die Belastung der Anwohner am Standort Birkenfeld zu reduzieren.

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Müller Fleisch testet seine Beschäftigten mindestens bis Ende August nach dem vergangene Woche verabschiedeten Schema auf Covid-19: grundsätzlich vor der ersten Arbeitsaufnahme und danach einmal pro Woche. Urlaubsrückkehrer können ihre Arbeit im Betrieb erst wieder aufnehmen, wenn sie einen negativen Test vorlegen.

Besonders im Hinblick auf die bundesweit steigenden Infiziertenzahlen komme ›das Unternehmen damit seiner gesellschaftlichen Verantwortung nach", heißt es in einer Mitteilung von Müller Fleisch. Dort ist auch zu lesen, dass das Unternehmen die Kosten für die Tests trage.

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Obwohl das Landratsamt in dieser Woche keine nennenswerten Anstiege in der Region verzeichnet habe, will Müller Fleisch die Testfrequenz weiter hoch halten. Obwohl eine geringere Testfrequenz möglich wäre, orientiere sich das Unternehmen weiterhin an der Verordnung des Wirtschaftsministeriums und des Sozialministeriums des Landes Baden-Württemberg zur Eindämmung von Übertragungen von ­Sars-CoV-2 (Coronavirus) in Schlachtbetrieben und der Fleischverarbeitung vom 7. Juli in der ab 9. August gültigen Fassung, ist weiter zu lesen.

Müller Fleisch halte sich damit an die Zusage, alles zu unternehmen, um die größtmögliche Sicherheit der beim Unternehmen Beschäftigten zu gewährleisten.

Investition in Schallschutz

Außerdem habe das Unternehmen einen umfassenden Lärmminderungsplan entwickelt, um die Belastung der Anwohner am Standort Birkenfeld noch weiter zu reduzieren.

In den vergangenen Monaten habe Müller Fleisch diesen Plan mehrfach mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe, der Gemeinde Birkenfeld sowie auch der Stadt Pforzheim beraten und abgestimmt. Müller Fleisch gehe damit konsequent den bereits eingeschlagenen Weg weiter, "seinen Standort fit für die Zukunft zu machen", heißt es in der Mitteilung.

Hierzu gehörten Investitionen in Millionenhöhe, durch die sowohl die weitere Entwicklung des Unternehmens gesichert als auch den berechtigten Interessen der Anwohner Rechnung getragen werde, so Müller weiter.

Grundlage des Lärmminderungsplans seien das durch die Firma Müller Fleisch selbst vorgelegte Lärmkataster sowie mehrere Lärmmessungen durch das Regierungspräsidium, die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg sowie einer akkreditierten Messstelle.

Müller Fleisch ergreift Maßnahmen

Im Kern gehe es um die Bereiche Trailer-Kühlung, Logistik und Teile der stationären Anlagen.

Hier habe Müller Fleisch bereits ein Bündel von Maßnahmen ergriffen, Bauanträge gestellt und technische Änderungen umgesetzt, ist zu lesen.

Martin Sticha, zuständiges Mitglied der Geschäftsleitung: "So werden unter anderem im Bereich der Kühlung Altanlagen durch die leisesten derzeit am Markt verfügbaren Aggregate ersetzt. Weitere Lärmreduzierungen wird es auch in Folge des im Bau befindlichen neuen Hochregallagers geben."

"Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber den Anwohnern bewusst. Es wurden daher Maßnahmen zur Optimierung der Lärmsituation erarbeitet, die mit erheblichem technischen und finanziellen Aufwand umgesetzt wurden und werden", so Müller-Fleisch-Geschäftsführer Stefan Müller.