Birkenfelds Bürgermeister Martin Steiner verabschiedete (von links) Dieter Schönthaler, Günter Seufer, Susanne Hof, Hans Vollmer, Peter Bamberger und Marcus Walz aus dem Gemeinderat. Foto: Schwarzwälder-Bote

Bürgermeister Steiner verabschiedet ausscheidende Mitglieder

Der Birkenfelder Gemeinderat hat 22 Mitglieder. Unverändert durch die Wahl hat die CDU neun Sitze, die Unabhängigen Wähler (UWB) fünf, Grüne und SPD je vier. Wiedergewählt wurden 15 Gemeinderatsmitglieder. Die sieben neuen Mitglieder des Gremiums sind Fred Krause, Martin Gnadler, André Heintel (alle CDU), Andreas Weizenhöfer (UWB), Stephan Münzer, Katja Erdmann-Bott (beide SPD) und David Hartfelder (Grüne).

Birkenfeld. "Sie haben Sachverstand, Wissen, Anregungen, Kritik und Rat in unsere Entscheidungen einfließen lassen und damit die Gemeinde vorangebracht." Mit diesen lobenden Worten und Füllfederhaltern mit Namensgravur bedankte sich Birkenfelds Bürgermeister Martin Steiner im Rahmen der offiziellen Verabschiedung bei den scheidenden Gemeinderäten. Sieben Mitglieder – sechs davon haben nicht mehr kandidiert – verlassen das Gremium und sie nehmen zusammen 146 Jahre an politischer Erfahrung mit.

Allein in der vergangenen Wahlperiode habe der Gemeinderat 78- Sitzungen abgehalten. Das umfasst allein schon rund 300 Stunden. Dies sei eine Leistung, die gar nicht genug gewürdigt werden könne, so Steiner, denn: "Birkenfeld steht gut da."

Als dienstältestes Mitglied wurde Dieter Schönthaler (CDU) verabschiedet. Seit 1980 gehörte der Gräfenhausener dem Gremium an. Er gehe zufrieden, mit dem Wissen, vieles auf den Weg gebracht zu haben, so Schönthaler: "Ich habe halt immer versucht, mit gesundem Menschenverstand ranzugehen." Die Kommunalpolitik wolle er jetzt "zwar mit Distanz, aber weiter mit Interesse" verfolgen.

Wie Schönthaler hatten es auch die beiden scheidenden SPD-Mitglieder Peter Bamberger (seit 1984) und Hans Vollmer (seit 1986) mit drei Bürgermeistern zu tun: Hermann Gross, Reiner Herrmann und Martin Steiner. Ganz unterschiedliche Typen seien das gewesen, sagt Vollmer lachend. Zu einer Einzelkritik wollten sich die Gemeinderats-Urgesteine allerdings nicht hinreißen lassen.

Zu seiner Motivation, vor fünf Jahren noch einmal zu kandidieren, sagte Bamberger allerdings: "Wir wollten den damaligen Bürgermeister in den verdienten Ruhestand begleiten und den neuen in die Spur bringen." Jetzt könne er eine "sehr zufriedene Bilanz" ziehen. Langweilig werde es ihm auch ohne Gemeinderat nicht: "Ich habe zehn Enkel, ein Haus und ein Grundstück." So sieht es auch Vollmer. Gleichwohl habe die Gemeinderatsarbeit die meiste Zeit Spaß gemacht, "weil immer Feuer drin war". Er wolle sich nun seinem Garten, dem Radwandern und Reisen widmen: "Und zwar endlich ohne Terminzwang."

25 Jahre gehörte Matthias Jäck (CDU), der der Verabschiedung fernblieb, dem Gremium an. Günter Seufer (CDU) verpasste nach 16 Jahren den Wiedereinzug. Zehn Jahre war Marcus Walz (UWB) dabei. Susanne Hof (Grüne), die als Nachrückerin dazu kam, brachte es auf drei Jahre.