In Schallbach soll es Blühwege geben (Symbolfoto). Foto: Marcus Brandt/dpa/dpa-tmn

Im Rahmen der Biotopverbundplanung wurden die GVV-Gemeinden gebeten, Projekte vorzuschlagen, die auf ihrer Gemarkung realisierbar wären – so auch Schallbach.

Es wurde vorgeschlagen, auf Feldwegen, die im Moment nur mit Gras bewachsen sind, eine Blühmischung einzusäen, die speziell für diese Nutzung geeignet ist, hieß es im Gemeinderat Schallbach. Zu Gast am Donnerstagabend war Vivien von Königslöw vom Landschaftserhaltungsverband (LEV), die momentan mit verschiedenen Gemeinden im Gespräch ist, um Projekte und Ideen im Rahmen der Biotopverbundplanung zu realisieren – so auch im Gemeindeverwaltungsverband Vorderes Kandertal (GVV).

 

Eine Idee wäre, sogenannte Blühwege zwischen den Feldern anzusäen, am besten mit einer Einsaat, die für mehrere Jahre funktioniert. Dies würde nicht schön aussehen, sondern wäre auch gut für Rebhühner, Wachteln, Wildbienen, Schmetterlinge und andere Tiere und Insekten, erklärte von Königslöw. Zudem würde eine solche Ansaat den Wasserhaushalt, bedingt durch den Humusaufbau, begünstigen.

Die Kosten für das Projekt inklusive Bodenbearbeitung, Einsaat, Anwalzen und das Saatgut selbst lägen bei etwa 800 bis 1000 Euro für etwa 2000 Quadratmeter. Es gebe aber auch eine Förderung des Projekts im Rahmen der Landschaftspflegerichtlinie (LPR) des Landes von 70 Prozent.

Im Gemeinderat wurde dann die Frage diskutiert, welche Feldwege wenig befahren sind und sich für das Projekt eignen würden. Denn auf häufig befahren Wegen würde ein solches Projekt nicht funktionieren. Vorgeschlagen wurden die Feldwege am Hagenbrunnen und im Gewann Kühnacker. Die Gesamtlänge der Wege beträgt ungefähr 650 Meter und hat eine Fläche von ungefähr 2000 Quadratmetern. Eine Versuchsdurchführung wurde abschließend vom Gemeinderat für gut geheißen und beschlossen.