Mühsam werden die Fische mit dem Netz gefangen. Foto: Jäckle

Entlang der Eschach auf Gemarkung Dunningen befinden sich mehrere Biotope. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und Hitze sind schon mehrere ausgetrocknet. Einige Fische wurden nun vor dem sicheren Tod gerettet.

Dunningen/Eschbronn - Die Biotope wurden vom NABU Dunningen überwiegend als Laichgewässer angelegt: Aufgrund der lang anhaltenden Hitze und Trockenheit sind schon mehrere dieser Biotope ganz ausgetrocknet – eine Gefahr für die Lebewesen darin. Ein ähnliches Problem ist auch an anderen Orten im Kreis Rottweil zu beobachten.

In den Biotopen haben sich auf natürliche Weise Fische angesiedelt. Dies geschieht laut NABU durch Eintrag von Laich durch Wasservögel und im Verlauf von Überschwemmungen. So haben sich im Laufe der Jahre Rotaugen, Rotfedern, Gründlinge, Döbel, Barsche, Mühlkoppen und weitere Fischarten in den Biotopen angesiedelt. Sogar ein großer Karpfen und eine Schleie konnten gefunden und umgesiedelt werden.

Keine Verbesserung der Lage

Da die Nebengewässer der Eschach auch weitestgehend ausgetrocknet sind, besteht die Gefahr, dass auch noch die letzten Wasserreste in den Biotopen verschwinden werden. Die zuletzt gefallenen Niederschläge brachten auch keine Verbesserung der Lage.

Deshalb entschloss sich der Angelverein Dunningen, die letzten verbliebenen Fische vor dem sicheren Tod zu retten. In einer gemeinsamen Aktion mit dem NABU Dunningen wurden mühevoll die verbleibenden Fische so gut wie möglich mit Handnetzen abgefischt. Nach einer kurzen Aufbewahrung, Hälterung genannt, wurden diese in ein anderes Gewässer, das noch Wasserzufluss hat, umgesiedelt.

Falls sich die Lage durch lang anhaltenden Starkregen nicht verbessert und der Wasserstand noch weiter sinkt, muss eventuell nochmals abgefischt werden, heißt es. Die Lage wird vom Gewässerwart des ASV beobachtet.