Über das Thema Biotopverbundplanung hat der Obernheimer Gemeinderat diskutiert – durchaus kontrovers.
Derzeit besteht noch keine konkrete Verpflichtung für Kommunen, die Biotopverbundplanung vorzunehmen. Erfolgt diese jedoch jetzt freiwillig, ist eine Förderung der Planungskosten von bis zu 90 Prozent über die Landschaftspflegerichtlinie möglich. Es ist allerdings nicht verpflichtend, die geplante Maßnahme dann auch auszuführen, erklärte Bürgermeister Alexander Hofer.
Ziel der Biotopverbundplanung ist es, neben der nachhaltigen Sicherung heimischer Arten, Artgemeinschaften und ihrer Lebensräume, funktionsfähige, ökologische Wechselbeziehungen zu bewahren und weiterzuentwickeln. Der Austausch und die Ausbreitung zwischen den Populationen soll so ermöglicht werden.
Die Projektdauer der Planung beträgt etwa zweieinhalb Jahre. Angefragt wurde die Planung für die drei Verbandsgemeinden Meßstetten, Nusplingen und Obernheim.
Eigenanteil von knapp 1600 Euro
Der Angebotspreis beträgt 129 855 Euro. Anteilig entfielen somit auf Obernheim genau 15 946,11 Euro. Bei einem Fördersatz von 90 Prozent der Planungskosten würde dies für die Gemeinde einen Eigenanteil von 1594,61 Euro bedeuten.
Für Gemeinderat Konrad Linder war die Sache klar: „Hier entsteht gerade wieder ein Bürokratiemonster. Es bleibt uns ja quasi nichts anderes übrig, als das zu machen – bei 90 Prozent Förderung.“
Er war sich sicher: Sobald die Planung verpflichtend wird, falle auch die Förderung weg. Seine Ratskollegen sahen dies ähnlich und stimmten einstimmig dafür, die Verbundplanung zum Angebotspreis zu vergeben – vorbehaltlich des noch ausstehenden Bewilligungsbescheids.