Hier soll er entstehen: Der Entdeckerpfad im Garten des Haus Möhrenblick. Die Wege sind bereits angelegt. Foto: Verena Wehrle

Ein neuer Entdeckerpfad soll im Garten des Möhrenblick Gresgen entstehen. Dieser wird mit über 22.000 Euro vom Biosphärengebiet gefördert. Was ist hier genau geplant?

Ein Modellprojekt für regenerative Bildung und Biodiversität planen die Macher des Haus Möhrenblick. Für ihren Entdeckerpfad im Möhrenblick-Garten haben sie nun die Zusage vom Biosphärengebiet erhalten für eine Förderung in Höhe von 22.686 Euro.

 

Doch was soll hier entstehen? Der Garten soll als modellhafter, inklusiver Lern- , Begegnungs- und Erholungsraum weiterentwickelt werden, heißt es in der Projektbeschreibung. Biodiversität, regionale Identität und Umweltbildung sollen dabei auf moderne Weise verbunden werden.

Umgang mit Ressourcen

Im rund 1000 Quadratmeter großen Garten sollen der achtsame Umgang mit Ressourcen, die Freude am Tun, die Einladung am Mitgestalten und das Vertrauen in natürliche Kreisläufe transportiert werden. „Durch die Kombination von Sinnespfad und Biodiversitätsmodulen mit der pädagogisch-medialen Aufbereitung über Kurzfilme und Workshopkoffer wird der Garten zu einem lebendigen Ort der Bildung, Forschung und Begegnung“, heißt es weiter.

Elf Stationen zum Erfahren

Konkret: Elf Lernstationen zu verschiedenen Themen sind geplant, etwa zu Kräutern, Insekten, dem Wasserkreislauf oder Schwarzwälder Traditionen. Dazu gibt es jeweils einen QR-basierten Kurzfilm. Zum Ausbau der Biodiversität soll etwa die Trockensteinmauer erweitert oder kleine Wasserstellen für Amphibien angelegt werden. Für Schulen, Gäste oder Biosphären-Guides soll es fünf mobile Workshop-Koffer geben.

Blick vom Garten auf den sanierten Möhrenblick. Foto: Verena Wehrle

Lange und kurze Touren sind möglich

Somit sei der Entdeckerpfad mit verschiedenen Formaten nutzbar: Die Basisvariante, über die Info-Schilder mit Entdeckeraufgaben dauere etwa 20 Minuten, beziehe man die Lernvideos mit Entdeckerimpulsen und Sinnesstationen mit ein, brauche man rund 90 Minuten, heißt es.

Mit den Modulkoffern könne man bei einzelnen Themen noch mehr in die Tiefe gehen und somit einen ganzen Thementag im Möhrenblick-Garten gestalten. So könnten Teilnehmende die Natur mit allen Sinnen erleben, Zusammenhänge verstehen und in Handlungswissen übersetzen, heißt es weiter.

Der Zeitplan

„Aktuell warten wir noch auf Rückmeldung vom Regierungspräsidium – somit wird es mit der Hauptpflanzung nicht mehr im Frühjahr, sondern erst im Herbst losgehen“, informiert Sarah Bernhard, die mit „Seed and Sol“ Umweltbildung und Naturpädagogik anbietet und die Konzeption, die didaktische Ausarbeitung und Medienproduktion des Projekts verantwortet.

Die Nutzung

Der Lernpfad sei nicht frei öffentlich zugänglich, da der Garten zum Haus Möhrenblick in Gresgen gehört. Der ehemalige Gasthof wurde von den neuen Inhabern im vergangenen Jahr zu Ferienwohnungen und einem Seminarraum verwandelt und im Frühjahr 2025 eröffnet.

Im Rahmen von Führungen, Gästenutzung und Bildungsformaten soll der Entdeckerpfad genutzt werden können. Auch lokale Akteure wie Biosphären-Partner, Schulen, die Naturschutzjugend, Feriengäste, Landwirte oder andere Bildungsakteure sollen im Projekt beteiligt werden.