Die Neuntklässler hatten die Möglichkeit, eine Woche lang als Praktikanten in einem Ausbildungsberuf ihrer Wahl mitzuarbeiten. Foto: Bildungszentrum Wildberg

Eine Woche lang stellte das Wildberger Bildungszentrum für alle Klassen praxisnahes Lernen in den Mittelpunkt.

Wildberg - In der ersten Woche nach den Herbstferien durften die Schüler des WIldberger Bildungszentrums ganzheitliche Lernerfahrungen außerhalb des regulären Unterrichtes sammeln. Dabei wurden vor allem Inhalte des ausgefeilten Schulcurriculums in den Fokus genommen. Im Mittelpunkt standen dabei Kompetenzen, die für die Schulgemeinschaft und die Kommune von besonderer Bedeutung sind. Zudem legte der Unterricht in dieser Schulwoche einen Schwerpunkt auf Leitperspektiven des Bildungsplanes, die fächerübergreifend über alle Schuljahre immer wieder auftauchen.

Hellerich führt "Klassenrat" ein

Besonders wichtig für Fünftklässler ist der Start an einer neuen Schule. Damit dieser sowohl im Klassengefüge als auch im individuellen Lernarrangement möglichst optimal gelingen kann, führte Schulsozialarbeiterin Natalie Hellerich in den fünften Klassen den Klassenrat ein, in dem zukünftig das soziale Miteinander während der Schulwochen regelmäßig reflektiert und aufgearbeitet wird. Daneben spielten Grundlagen des Lernens eine große Rolle. Gemeinsam erarbeitete Inhalte wie der "geordnete Arbeitsplatz" oder das gezielte Strukturieren von Schulwochen sollen den Heranwachsenden dabei behilflich sein, die wachsenden Anforderungen in den kommenden Schuljahren zu meistern.

Nachhaltigkeit rückt in den Fokus

Die Sechstklässler sammelten zahlreiche Praxiserfahrungen, denn das Wahlpflichtfach Alltag, Ernährung und Soziales öffnete für einige Stunden seine Pforten, um den zukünftigen Siebtklässlern einen Eindruck davon zu vermitteln, welche Schwerpunkte in diesem Fach gelegt werden. Spätestens, als mit Spaghetti und Obstsalat verschiedene leckere Gerichte gezaubert wurden, wurde deutlich, welch lebensnahe Lernangebote die Realschule den Heranwachsenden immer wieder eröffnen kann und mit welch guter Sachausstattung das Bildungszentrum Wildberg aufwarten kann. Immer präsenter wird auch das Thema der "nachhaltigen Lebensweise". Auch diesem Schwerpunkthema widmete sich die Sonderwoche in der Jahrgangsstufe sechs, als besonders die Teilaspekte Ressourcenverbrauch und Mülltrennung genauer unter der Lupe standen.

Im Berufs- sowie Privatleben ist es von zentraler Bedeutung, Sachverhalte angemessen ausführen und darstellen zu können. Um die Schülerinnen und Schüler auf die Zeit nach der Schule angemessen vorbereiten zu können, legte die Schulwoche in den siebten Klassen einen besonderen Fokus auf das Erstellen und Durchführen von Präsentationen. Besonders die Methodik der Medienerstellung und Präsentationstechnik wurden dabei aufgearbeitet und praktisch geübt. Für neue Erkenntnisse sorgte zudem ein Knigge-Kurs, der auf humorvolle Art und Weise Grundregeln gesellschaftlich konformer Verhaltensmuster aufzeigte.

Stärken erkennen

Profil AC an Realschulen bedeutet, dass die Schüler in der achten Klasse ein Assessmentcenter durchlaufen, das mehrere Zielsetzungen verfolgt. Unter anderem erkennen die Schülerinnen und Schüler mittels digitaler und analoger Einzel- und Gruppenaufgaben ihre individuellen überfachlichen Stärken, die im Anschluss an diese Woche gezielt aufgegriffen werden. Als die Schüler der Klasse 8a beispielsweise an ihrem Miniaturmodell einer Schweizer Bobbahn bauten, wurde deutlich, welch großes Verantwortungsbewusstsein viele der Jugendlichen für anstehende Aufgaben sowie für ihre Gruppe aufbringen können.

Einblick in die Arbeitswoche

Die neunten Klassen hatten die Möglichkeit, eine Woche lang als Praktikanten in einem Ausbildungsberuf ihrer Wahl mitzuarbeiten. Ob als Zimmerer oder in der Ausbildungswerkstatt der Firma Homag: Die Schüler wurden mit der realen Arbeitswelt, einer anstrengenden Arbeitswoche und den Anforderungen des Berufslebens konfrontiert. Im Anschluss an diese Praktikumswoche werden die Erfahrungen reflektiert und im Unterricht besprochen. Ohne ein gelungenes Zusammenspiel von Arbeitgebern, Eltern und Schule wären diese Praxiserfahrungen nicht möglich, und so zeigt sich hier einmal mehr die Stärke der "dualen Ausbildung", denn erste Kontakte zwischen Schülern und Arbeitgebern werden bereits in den Klassen 8 und 9 der Realschule gelegt.

Präsentationen auf Englisch

Da für die zehnten Klassen im Frühjahr die Kommunikationsprüfung im Fach Englisch ansteht, arbeiteten die Abschlussschüler an einem Probelauf, in dem sie eine Präsentation auf Englisch ausarbeiteten und diese der Klasse vortrugen. Das "US Electoral System" sowie das Thema "E-Mobility“ wurden beispielsweise gekonnt auf Englisch präsentiert.

Kollegium und Schulleitung blicken auf eine gelungene Schulwoche der besonderen Art zurück, die mit unterschiedlichen Themen dazu beitragen konnte, die Kompetenzentwicklung bei den Schülerinnen und Schülern der Schule nachhaltig zu stärken.