Ein Team bei Jugend forscht war vom Bildungszentrum Wildberg gekommen. Im Projekt der drei Neuntklässlerinnen ging es unter anderem um Straßensicherheit.
Solarzellen auf den Dächern sind inzwischen ein fester Bestandteil von Orts- und Stadtbildern. Doch was, wenn diese vereisen? Das hatten sich Leana Weiß, Romy Betsch, beide 14 alt, und Sara Schanz, 15 Jahre alt, vom Bildungszentrum Wildberg gefragt. Gemeinsam haben sie seit den Sommerferien an ihrem Projekt „Scheibe klar – alles klar!“ am Jugendforschungszentrum Schönbuch gefeilt. Ihr Ergebnis stellte das Team jetzt beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ in Altensteig vor.
Die Lösung für die zugeschneiten Solarpanels wäre doch, bei Sonne eine Batterie aufzuladen, um dann Schnee und Eis mit der gespeicherten Energie zu schmelzen, dachten sich die drei Teenagerinnen. Der Plan: den Schnee von unten so aufheizen, dass er auf der nassen Schicht herabrutscht.
Zweites Projekt nebenher noch mitgemacht
Außerdem bemerkte Romys Vater: Vereiste Verkehrsspiegel sind eine Gefahr. Immerhin sollen die Spiegel die Sichtverhältnisse bei gefährlichen Einfahrten verbessern. Also nahmen sich die drei dieser Frage auch an – quasi als Nebenprojekt.
Anfangs haben die drei einen Kühlschrank ein wenig umgebaut: Damit sie das Projekt besser beobachten können, haben sie eine Scheibe eingebaut. Ein Spiegel und ein kleines Solarpanel wurden platziert und erst einmal auf winterliche Temperaturen heruntergekühlt. Als sie die beiden Gegenstände herausnahmen, beschlugen sie sofort.
Mit Heizdrähten versuchten sie, das Panel aufzuheizen. Damit klappte es nicht ganz einwandfrei. Das Problem löste sich aber, als statt Drähten eine Heizmatte zum Einsatz kam – diese habe einfach mehr Leistung, erklärten die jungen Forscherinnen. Das Experiment glückte. Die Mädchen konnten das Panel in kurzer Zeit hochheizen und so vom Beschlag befreien.
Im Praxistest bleibt der Schnee liegen
Doch im Praxistest konnte die Solaranlage noch so steil sein, selbst bei einer Steigung von 75 Grad blieb der Schnee liegen.
Erst wollte der Spiegeltest eigentlich nicht funktionieren. Der Handspiegel wurde warm - aber nicht warm genug. Da es sich um einen zweiseitigen Spiegel handelte, ging zu viel Wärme verloren. Das überzeugte dann aber in der Praxis: In kürzester Zeit war der Spiegel eisfrei und einsatzbereit.
Mit ihrem selbstgebauten Modell zeigen die Mädchen beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“, wie das funktioniert. Mit ihrem Projekt sind die drei Neuntklässlerinnen die Einzigen vom Bildungszentrum Wildberg. Ihren Einsatz wusste die Jury zu würdigen: Für die drei jungen Forscherinnen gab es einen Gutschein für die „Wildline“ in Bad Wildbad.