Drei Schulen aus Schwenningen und eine aus Villingen erhalten Millionenförderung aus Chancenprogramm des Landes.
Eine gute Nachricht überbrachte Stefan Assfalg, Leiter des Amtes für Jugend, Bildung, Integration und Sport (Jubis), dem Gemeinderat am Mittwochabend in der letzten Sitzung des Jahres. Mehrere städtische Schulen erhalten im Rahmen des Chancenprogrammes des Landes eine finanzielle Förderung. Und die hat es in sich.
Das Programm setzt sich aus drei Säulen zusammen: 40 Prozent der Fördermittel sollen für eine bessere Infrastruktur und Ausstattung der Schulen eingesetzt werden. 30 Prozent fließen in Schul- und Unterrichtsentwicklung und weitere 30 Prozent in die Stärkung sogenannter multiprofessioneller Teams – also mehr Ressourcen für Schulsozialarbeit.
Förderung für zehn Jahre
Für zehn Jahre fließen so 6,1 Millionen Euro für Investitionen in Garten- und Friedensschule sowie den Schulverbund Deutenberg in Schwenningen und in die Goldenbühlschule in Villingen. Die Förderung wird laut Stefan Assfalg von den Schulleitungen beantragt. Eine Bedingung gibt es allerdings: Die Stadt muss 30 Prozent dazu tun. Das summiert sich auf 2,6 Millionen Euro. „Da müssen wir für das nächste Jahr sehen, in welchem Budget wir das bereitstellen“, so der Jubis-Leiter. Der Gemeinderat hat bereits den Doppelhaushalt für 2024/25 verabschiedet. Darüber hinaus stehen für die Schul- und Unterrichtsentwicklung in diesen Schulen zusätzlich 200 000 Euro zur Verfügung sowie nochmal 460 000 Euro für die multiprofessionellen Teams. Dieses Geld könnten die jeweiligen Schulleitungen direkt umsetzen.
Wünsche aus Weigheim
Außerdem berichtet Stefan Assfalg über den Stand der dinge in Sachen Ganztag in der Schule Weigheim-Mühlhausen. Nachdem der erste Antrag beim Land gescheitert war wegen der fehlenden „Rhythmisierung“, besserten Schule und Schulträger nach. Der neue Antrag ist jetzt genehmigt, und es gibt einen klaren Zeitplan zur Umsetzung.
Allerdings, so Assfalg, habe der Ortschaftsrat mittlerweile Änderungswünsche an die Stadt herangetragen. Geplant ist, die Ganztagsgrundschule für Weigheim und Mühlhausen im Bestand umzusetzen. Dafür soll die bisherige Gymnastikhalle mit flexiblem Mobiliar versehen werden. Der Ortschaftsrat habe abweichend davon jetzt den Wunsch, den Gymnastikraum in eine kleine Sporthalle umzufunktionieren. Gewünscht sind außerdem zusätzliche Räume.
„Die Idee ist nicht schlecht, würde uns aber ein Jahr Zeitverlust kosten, und es wäre deutlich teurer“, so der Leiter des Fachamtes. Daher lehne man diese Wünsche ab und fahre wie ursprünglich geplant mit der räumlichen Umsetzung für den Ganztag fort. „Der Nachteil für die Stadt wäre größer als die Einzelinteressen“, meinte OB Jürgen Roth.