Der Musikverein Schönwald gestaltet den Musikunterricht der dritten und vierten Klasse mit. Foto: Marion Bachmann

Dass Musikvereine in Probelokalen Schnuppernachmittage zur Nachwuchsgewinnung anbieten, kennt man. Dass die Musiker aber in die Schule zu den Kindern kommen, ist nicht an der Tagesordnung. Hierzu kam es jüngst in Schönwald. Weshalb?

Mit einem Gartenschlauch kann man Musik machen? Ein Saxofon ist ein Holzinstrument? Weingläser kann man zum Singen bringen? Und Cabassa ist kein Dip für Nachos? Fragen über Fragen.

 

Zwischen der Richard-Dorer Schule Schönwald und dem Musikverein Kurkapelle Schönwald besteht nun eine intensive Kooperation, um all diesen Fragen nachzugehen und den jungen Schülern das Kennenlernen ganz vieler Instrumente zu ermöglichen.

Rektorin Silvia Schöne und Musiklehrerin Marion Bachmann machen es seit diesem Schuljahr möglich, dass der Musikverein Kurkapelle Schönwald die im Bildungsplan vorgesehene Instrumentenkunde, aktiv mitgestalten darf.

Zweckentfremdet

Sebastian Moser und Daniel Schätzle stellten den Kindern der dritten und vierten Klassen die Reihe der Holzblasinstrumente vor.

Zunächst wurden gemeinsam Weingläser zum Schwingen und Salzkörner auf einer gespannten Frischhaltefolie zum Hüpfen gebracht, es wurden Lineale an der Tischkante zum Instrument umfunktioniert und das Ausbreiten einer Schallwelle im Wasser sichtbar gemacht. Anschließend wurden den interessierten Mädchen und Jungen die Holzblasinstrumente vorgestellt.

Ein Duett mit Klarinette und Saxofon durfte dabei natürlich nicht fehlen.

Ausflug ins Probelokal

In den nächsten beiden Musikstunden warteten im Musiksaal Andreas und Stephan Pfaff vom Musikverein auf die Kinder, um ihnen die Blechblasinstrumente etwas näher zu bringen. Der Aufbau eines Horns wurde anhand eines Gartenschlauchs, eines Küchentrichters und einem Mundstück erklärt. Auch bei den Blechblasinstrumenten gab es einen Live-Auftritt. So wurde im Duett abwechselnd die Trompete, die Posaune und das Bariton gespielt.

Aber keine Band und kein Orchester ist komplett ohne das Schlagzeug. Hier machten die Grundschüler mit ihren Lehrerinnen einen Ausflug ins Probelokal des Musikvereins. Neben dem „theoretischen“ Teil wurden anschließend alle Instrumente des Schlagzeugs vorgestellt und ausprobiert.

Weitere Projekte stehen an

Der gemeinsame Musikunterricht hat viel Abwechslung und Freude gebracht. Und Jugendleiter Stephan Pfaff freute sich über die harmonische Zusammenarbeit. Mit Vorfreude blicken nun alle ein auf die anstehenden weiteren Projekte.