Die Arbeiten am Anbau des Droste-Hülshoff-Gymnasiums gehen in die finale Phase. Wir haben uns mit Schulleiter Stefan Maier die Baustelle angeschaut.
In den Pfingstferien werden die Gussbetonböden geschliffen, Smartboards installiert und die neuen Räume möbliert. Die Bauarbeiten am Droste-Hülshoff-Gymnasium (DHG) sind nach gut sieben Jahren Bauzeit auf der Zielgerade.
Die gute Nachricht hat Christof Birkel, Abteilungsleiter Hochbau bei der Stadtverwaltung, beim Rundgang mit Schulleiter Stefan Maier im Gepäck: „Wir werden im Sommer fertig“, informiert er. Die Kautschukböden sind bereits verlegt, die Brandschutztüren eingebaut und auch die Türrahmen für die Klassenzimmertüren und die Beleuchtung sind bereits montiert. „In den Pfingstferien werden die Gussbetonböden im Neubau und final bearbeitet“, erläutert Birkel den Zeitplan. Man habe diese Arbeit aufgrund des Staubes in die Ferien verlegt. Derzeit sind die Maler im Gebäude tätig.
Indes: Nicht nur der sanierte und bereits bezogene Gebäudeteil beeindruckt, auch der Anbau ist vielversprechend. Im Anbau von der AMG-Seite her, wird künftig der Haupteingang sein – für jeden erkennbar. Momentan irren Besucher zum Teil um die komplette Schule, um einen Eingang zu finden, der letztlich dort ist, wo man ihn nicht unbedingt vermutet... Aber das dürfte sich bald ändern. Mitte Mai soll auch mit den Arbeiten am Außenbereich, am Schulhof und dem Durchgang zur Realschule begonnen werden.
Maier freut sich, dass es jetzt sichtbar vorangeht. Dem Umzug, der eher ein Einzug ist, wie er erklärt, sieht er gelassen entgegen. „Die Räume sind ja komplett neu möbliert und alles ist eingerichtet. Die Schüler müssen dann nur andere Räume aufsuchen, das entzerrt die Situation sehr“, sagt er.
Das so titulierte „Abrissgebäude“, der oberste Gebäuderiegel, bleibt zunächst bestehen. Hier werden AMG-Schüler untergebracht, wenn das Albertus-Magnus-Gymnasium zur Sanierung ansteht. Auf diese Weise könne man sich eine millionenschwere Containerlösung sparen. Bis das Gebäude abgebrochen wird, und die letzten Arbeiten am sanierten DHG-Bereich ausgeführt werden können, wird also noch Zeit vergehen.
Zehn Klassenzimmer gibt es im neuen Gebäude, zudem die große Aula. Sie ist im Regelbetrieb mi mobilen Trennwänden in Eingangsbereich und zwei Musiksäle aufgeteilt. Zudem ist hier die SMV-Küche untergebracht, die der Schulbäcker für den Verkauf nutzen wird.
„Das Besondere an dem Gebäude ist die Clusteraufteilung“, zeigt Birkel auf. Immer drei Klassenräume haben Flurbereiche mit Marktplatzcharakter, die entsprechend möbliert werden – für Gruppenarbeit im Unterricht, aber auch für die Mittagspausen oder Freistunden. Zwei Oberstufenräume, einer davon Arbeitsraum, gibt es ebenfalls.
Die Fachräume für die naturwissenschaftlichen Fächer werden weiterhin gemeinsam mit den AMG-Schülern im AMG genutzt. „Das klappt hervorragend“, lobt Stefan Maier.
Fast 20 Millionen Euro
Wenn die Baumaßnahme dann abgeschlossen ist, wurden am DHG nahezu 20 Millionen Euro verbaut. „Die Baukosten liegen im Rahmen“, freut sich Birkel, was bei einer solch langen Maßnahme nicht immer gegeben sei.
„So werden wir das alte Schuljahr im Abrissgebäude und im sanierten Gebäude beschließen und Mitte September mit einem schönen Gebäude und tollen neuen Räumen starten“, plant Stefan Maier und freut sich auf ein Einweihungsfest.