Sie freuten sich über die Rezertifizierung (von links): Susanne Kopf (Projektleiterin), Manuela Riedling (Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord), Sandra Winterhalter (Rektorin) und Bürgermeister Jürgen Leichtle. Foto: Schule

Seit fünf Jahren ist die Grundschule Lauterbach Naturparkschule. Damit war sie die zweite Schule im Landkreis Rottweil, die dieses Prädikat für sich beanspruchen konnte.

In den fünf Jahren hat sich viel getan: Insgesamt acht Module wurden von den Lehrkräften entwickelt, um den Schülern zu ermöglichen, ihren Heimatraum handelnd, entdeckend und forschend zu begreifen.

Jede Klasse durchläuft laut Mitteilung dabei pro Schuljahr zwei solcher Naturparkmodule, welche fest im Jahreskreis verankert und unabhängig von der zugewiesenen Lehrkraft durchgeführt werden.

So werden die Schüler innerhalb ihrer Grundschulzeit zu Wiesenforschern, Mini-Imkern, Waldentdeckern, Schaf- und Filzexperten und begeben sich sogar auf die Spuren von Wilhelm Kimmich, dem Schwarzwaldmaler aus Lauterbach.

Bei der „Kleinen Kinzig“

Alle Module stehen unter der Perspektive „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ – so auch das umfangreichste Modul zum Thema Wasser. Neben einer Besichtigung eines hiesigen Trinkwasserhochbehälters besuchen die Schüler die Wasserversorgung „Kleine Kinzig“ und die Kläranlage Schramberg.

Des Weiteren wird das Wasser als Lebensraum betrachtet. Was lebt alles im „Sulzbächle“? Wie gut ist die Wasserqualität? Am Ende steht die Ökostation in Freiburg auf dem Plan. Warum sind die Meere so verschmutzt? Was hat das mit uns zu tun, wenn doch der Bach so sauber ist? Es geht auch um einen Blick über den Tellerrand und eine globale Perspektive.

Nach fünf Jahren Naturparkschule resümiert Schulleiterin Sandra Winterhalter: „Es war am Anfang zwar mit viel Arbeit verbunden, die Module zu planen und zu dokumentieren, aber diese Arbeit der Lehrkräfte zahlte sich auf jeden Fall aus – in den leuchtenden Augen der Kinder, wenn sie Erstaunliches entdecken und nach und nach ihren Heimatort auf vielfältige Weise kennenlernen. Gerade im Grundschulalter lässt sich durch die Neugier und Offenheit der Kinder ein sensibler Umgang mit der Umwelt anbahnen. Überrascht war man von der Bereitschaft der externen Experten, sich zu engagieren. Sie bereichern die Module durch ihr Fachwissen.“

Vereinbarung unterzeichnet

So sind der Obst- und Gartenbauverein, wie auch Einzelpersonen, darunter beispielsweise Carolin Weiß, die Schafe hält, und der Imker Daniel Ginter sowie Filzmeisterin Susanne Breuling involviert.

Nach wie vor erfüllt die Grundschule Lauterbach alle Kriterien des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, so dass einer Rezertifizierung nichts im Wege stand. Die Kooperationsvereinbarung wurde seitens Naturpark, Schulleitung und Bürgermeister unterzeichnet.

Am 13. Juli steht ein großes Schulfest an, in dessen Rahmen die Rezertifizierung zur Naturparkschule gefeiert werden soll.

Der Dank der Schule gilt neben den externen Experten auch Susanne Kopf, bei der als Projektleiterin alle Fäden zusammenlaufen und die mit Expertise, Kontakten und Ideen maßgeblich dazu beiträgt, dass das Projekt so erfolgreich läuft und der Gemeinde, die das Projekt von Anfang an mitgetragen hat.