Die Jettinger Gemeinschaftsschule stellt sich noch breiter auf. Foto: Thomas Fritsch

Die Jettinger Gemeinschaftsschule passt sich den Bedürfnissen am Arbeitsmarkt an und stellt sich mit einem neuen Angebot noch breiter auf. Ab nächstem Schuljahr kommt ein neues Profilfach hinzu.

Jettingen - Bisher gibt es an der Jettinger Schule bereits drei solcher Profilfächer: Spanisch, Bildende Kunst und NwT (Naturwissenschaft und Technik). Im nächsten Jahr kommt das Fach IMP (Informatik, Mathematik und Physik) dazu. Diesen Plänen der Gemeinschaftsschule erteilte der Jettinger Gemeinderat nun seinen Segen.

Dass sich die Jettinger Schule auf diesem Sektor weiterentwickelt, liegt nicht nur auf der Hand, weil Informatik auf dem Arbeitsmarkt immer wichtiger wird. Auch weil sie auf diesem Gebiet ohnehin stark aufgestellt und engagiert ist. Sie ist eine von 70 so genannten Smart-Schools in ganz Deutschland, wie Schulleiter Dominic Brucker den Gemeinderäten berichtete, und wurde darüber hinaus auch als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet. MINT ist die Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Drei ausgebildete Lehrkräfte

Für ein solches neues Profilfach braucht es als allerdings auch genügend Lehrer, die die entsprechenden Fachkenntnisse haben. Seit diesem Herbst absolvieren etliche Jettinger Lehrkräfte ein entsprechendes, einjähriges Kontaktstudium, in dem sie ihr Wissen im Bereich der Informatik, ergänzt durch Module aus Mathematik und Physik vertiefen. Dadurch dürften der Schule zum Start des neuen Profilfachs 2023 drei neue Lehrkräfte für IMP zur Verfügung stehen, heißt es in einer Vorlage der Schule für die Jettinger Gemeinderäte.

Ein Nobelpreisträger aus Jettingen?

Inhaltlich gibt es an der Schule in Klasse 7 als Einstieg einen Aufbaukurs Informatik. Starten soll das eigentliche Profilfach IMP in Klasse 8 – und das vierstündig. An Inhalten soll es in Informatik um Algorithmen, Rechner und Netze, aber auch um Datensicherheit gehen. In Mathe steht auch Kryptologie auf dem Stundenplan, oder auch Aussagenlogik von Graphen. In der Physik soll es sogar bis zur Astronomie und Geophysik gehen.

Im Jettinger Gemeinderat zeigte man sich von den Plänen der Schule mehr als überzeugt. Bürgermeister Hans Michael Burkhardt war angesichts der Pläne sogar richtig euphorisch: "Es ist jetzt nur eine Frage der Zeit, bis der erste Nobelpreisträger aus Jettingen kommt", meinte er mit einem Augenzwinkern, bevor der Rat dem zusätzlichen Profilfach zustimmte.