Die Viertklässler der Grundschule Hardt nutzen die Angebote im Computerraum bereits fleißig. Foto: Ziechaus

Seit 2018 treibt die Gemeinde Hardt in mehreren Schritten die Digitalisierung des Unterrichts in ihrer Grundschule voran, die zunächst ohne Fördermittel umgesetzt wurden.

Hardt - Hauptamtsleiterin Marion Rapp erinnerte nun im Gemeinderat an die Schritte für die Medienentwicklung in der Schule, für die in den Haushaltsjahren 2018 bis 2020 insgesamt 110 000 Euro zur Verfügung gestellt wurden. Abgerechnet wurden 76 000 Euro, davon wurden für Elektroinstallationen und die Netzverkabelung 17 000 Euro aufgebracht.

Für die technische Ausstattung mit Server, PC-Raum für 16 Schüler inklusive Geräten und Software wurden bis Ende 2019 weitere 53 000 Euro ausgegeben. Die WLan-Ausstattung der Sportanlage kostete rund 6000 Euro.

16 PC-Plätze und 20 Tablets mit Zubehör für die Schüler

Erst im Herbst 2019 wurden die Richtlinien für das Förderprogramm "Digitalpakt" bekannt. Die weitere technische Ausstattung mit Tablets und Headsets wurde über Förderprogramme abgerechnet. Das Schulgebäude ist verkabelt, bietet WLan auch auf der Sportanlage und ist an Glasfaser angeschlossen.

Für die Schüler gibt es 16 PC-Plätze und 20 Tablets mit Zubehör, für die Lehrer Laptops, PC und Lernprogramme. Für die Wartung der technischen Infrastruktur fallen jährlich 1000 Euro Kosten an.

Der Medienentwicklungsplan (MEP) wird von der Grundschule kontinuierlich fortgeschrieben, für den Digitalpakt aktualisiert und mit dem Kreismedienzentrum abgestimmt. Nach diesem Programm stehen Hardt 26 100 Euro zur Verfügung, die für bereits getätigte Anschaffungen eingesetzt werden können, neben Eigenmitteln der Gemeinde von 5748 Euro.

Schulleiterin Regine Weißer bestätigte, dass die gute Ausstattung nach dem MEP in der Schule gebraucht und eingesetzt werde. Sie hob hervor, dass die Gemeinde rechtzeitig und ohne Fördermittel mit Um- und Ausbau für die Digitalisierung begonnen und Lernprogramme angeschafft habe. Die Ausstattung werde vom Kollegium gerne und intensiv eingesetzt und von den Schülern gut angenommen.

Die Eltern unterstützten den Einsatz von Computern in Ergänzung zum normalen Unterricht. Man habe während der Corona-Einschränkungen viele Lernpakete für die Schüler geschnürt, aber keinen Videounterricht angeboten. Jürgen Bargenda war erfreut, dass die auch von ihm konzipierte und empfohlene digitale Ausstattung gut genutzt werde, und Dietmar Broghammer sah in der Computer-Nutzung eine Bereicherung für den Unterricht.

Bürgermeister Michael Moosmann sah in der guten Ausstattung auch ein Argument für die Schule im Ort. Für die weiteren Schritte in der Medienbildung wurden für vier Klassenzimmer, einen Kunstraum und zwei Zimmer im Anbau jeweils Flachbildschirme ausgeschrieben sowie fünf Visualizer.

Von zwei verwertbaren Angeboten um die 13 000 Euro erhielt die Firma ep Linder für 12 925 Euro den Zuschlag für die Beschaffung. Aus den aktuellen Förderprogrammen zur Unterstützung der Schulen erhielt die Gemeinde 46 000 Euro bei einem Eigenanteil von 6229 Euro. Für die nächsten Schritte werden 13 000 Euro außerplanmäßige Mittel bereitgestellt, die über nicht abgerufene Gelder für die Erschließung der Königsfelder Straße Ost fließen sollen.

Der Gemeinderat beschloss die vorgeschlagene Anschaffung und Finanzierung einstimmig und erteilte den Auftrag an den günstigsten Bieter, die Firma ep Linder.