Sie freuen sich über die modernen Klassenzimmer der Grundschule in Bad Liebenzell: Michael Baldy (von links), zuständig für die Elektroplanung, Diplomingenieur Martin Fuchs, Bürgermeister Roberto Chiari, Grundschul-Rektorin Marita Scheuvens, Grundschullehrerin Lile Griesheimer, Thomas Seeger vom städtischen Bauamt, Peter Sawitzki vom zuständigen Ingenieurbüro für Heizung, Lüftung, Klima und Sanitär, IT-Administrator Gerd Schwemmle und Hausmeister Michael Hammann. Foto: Wolfgang Krokauer

In den Kindergärten und gerade in den Grundschulen wird das Fundament für die spätere Bildungskarriere gelegt. Am wichtigsten sind motivierte Lehrer. Aber auch auf die technische Ausstattung kommt es an. Hier sieht es in Bad Liebenzell richtig gut aus.

In den vergangenen Wochen hat sich an der Grundschule einiges getan. Wie ist die Situation im nun beginnenden Schuljahr?

 

Zahlen An der Grundschule in Bad Liebenzell mit ihren Außenstellen in Unterhaugstett und Möttlingen unterrichten 26 Lehrer 325 Kinder. Rund 90 Kinder sind in der Ganztagesbetreuung. Damit bereitet sich die Grundschule in der Kurstadt schon jetzt auf etwas vor, worauf Eltern ab 2026 einen Rechtsanspruch haben.

Neue Lehrkräfte Besonders freute sich Grundschulrektorin Marita Scheuvens darüber, dass drei Lehrerinnen nach dem zweiten Staatsexamen sich freiwillig an der Grundschule in Bad Liebenzell gemeldet haben. Das spreche für eine „sehr gute Atmosphäre“, so Scheuvens bei einem Pressegespräch in der Schule.

Eine dieser drei jungen Lehrkräfte ist Lile Griesheimer. Sie war bei dem Gespräch mit dabei und lobte die sehr familiäre Atmosphäre. Sie sei herzlich aufgenommen worden und habe sich gleich wohlgefühlt. Griesheimer ist Klassenlehrerin der 3c.

Moderne Ausstattung Ein weiterer Pluspunkt ist die moderne Ausstattung. Die Schule ist an das Glasfasernetz angeschlossen. Damit ergeben sich in der Digitalisierung ganz andere Möglichkeiten. So sind alle Klassenzimmer mit einer digitalen Tafel ausgestattet. Die Kreide hat ausgedient. Lehrkräfte und Schüler schreiben darauf mit den Fingern. Das ist sogar in verschiedenen Farben möglich. Die Lehrer können die entsprechenden Lineaturen für die jeweilige Klassenstufe einstellen.

Die Tafeln in den Klassenzimmern sind mit dem Internet verbunden. Es können darauf zum Beispiel Lehrfilme und eigene Videos gezeigt werden. Um die Digitalisierung an der Schule kümmert sich der IT-Administrator Gerd Schwemmle.

Bei all der neuen Technik legt Rektorin Scheuvens aber Wert auf die Feststellung, dass es in der Grundschule letztlich darauf ankomme, die grundlegenden Fertigkeiten wie Lesen, Rechnen und Schreiben zu lernen. Die digitalen Techniken könnten dabei unterstützen. Papier und Stift hätten jedoch nicht ausgedient: „Das ist ganz arg wichtig.“

Papier und Stift weiter notwendig

Stand der Bauarbeiten Die Grundschüler in Bad Liebenzell werden im neuen Schuljahr im neu errichteten Anbau unterrichtet, bevor sie ab 2025 wieder in den Bauteil zurückkehren, wo sie herkamen. Der Anbau ist inzwischen weitgehend fertig.

Im Außenbereich lässt die Stadt aber noch einiges erledigen. So werden der Vollwärmeschutz und der Außenputz angebracht. Die Außenanlage fehlt auch noch, informierte Thomas Seeger vom Bauamt in Bad Liebenzell. Die Kosten für den Anbau belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro. Dort sind im neuen Schuljahr sechs Grundschulklassen untergebracht. In einem anderen Bauteil befinden sich zwei erste Klassen und eine Vorbereitungsklasse.

Kosten Der Anbau wird mit rund 1,6 Millionen Euro deshalb so teuer, weil 32 Mikropfähle eingebaut wurden. Diese sind notwendig, weil der Grund einst Schwemmgebiet der Nagold war, erläuterte Diplomingenieur Martin Fuchs vom Büro Bugenings, Eisenbeis Ingenieure mit Sitz in Calw.

Sirene Nach den Worten von Michael Baldy, zuständig für die Elektroplanung, hat der Anbau eine Gefahrenmeldeanlage, die Lehrer und Schüler je nach Art der Bedrohung durch eine Sirene warnt.

Heizung Beheizt wird der Anbau mit zwei Wärmepumpen, erläuterte Peter Sawitzki vom zuständigen Ingenieurbüro für Heizung, Lüftung, Klima und Sanitär. Das Gebäude hat eine Fußbodenheizung mit der entsprechenden Dämmung.

Bauzeit Seeger hob die gute Arbeit der Planer und Handwerker heraus: „Die Technik ist eine Herausforderung.“ Bürgermeister Roberto Chiari lobte die Arbeit der Beteiligten.

Es habe alles reibungslos funktioniert. Und vor allem sei die avisierte Bauzeit eingehalten worden.

So habe man für den Anbau bis auf die genannten Arbeiten im Außenbereich ein Jahr gebraucht.