Die Grundschulen und Schulinhalte waren Thema bei der Podiumsdiskussion. (Symbolbild) Foto: Peter Kneffel/dpa

Die Bildung beschäftigt auch die Spitzenkandidaten für den Landtag im Kreis Calw. Die FDP möchte mehr lebenspraktische Inhalte, die SPD die Grundschulen stärken.

Eine der Kernaufgaben der Landespolitik ist die Bildung. Die wurde auch zum Thema in der Podiumsdiskussion bei der Altensteiger JMS.

 

Die FDP plädierte dafür, ein Fach „reales Leben“ einzuführen, in dem es etwa um Vorsorge, Verträge und Ökonomie gehe, also „all die Dinge, die praktisch notwendig sind, um ein gutes Leben zu gestalten“.

Lehrkräfte nicht mit anderen Aufgaben binden

Daniela Steinrode, selbst Lehrerin, plädierte dafür, Lehrkräfte nicht mit anderen Aufgaben zu binden, etwa mit der Einrichtung der IT. Auch sollten ihrer Ansicht nach die Grundschulen gestärkt werden, der Ort, an dem noch alle Kinder zusammen sind und die Grundkompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen vermittelt werden. Immer mehr Kinder könnten das nicht. Das habe gesellschaftliche und persönliche Folgen.

Das Land habe Rücklagen. „Wenn wir nicht jetzt einen Notfall haben im Bildungssystem – wann dann?“, fragte sie.

Letztes Kindergartenjahr kostenlos machen

Sie möchte zudem das letzte Kindergartenjahr kostenlos und verpflichtend machen, besser sogar die ganze Zeit. Das entlaste Familien auch finanziell. So würden zudem zusätzliche Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, die vorher wegen Betreuungsaufgaben in der „Teilzeitfalle“ gefangen waren.

Eine Zuhörerin wandte ein: „Mütter sollten die absolute Freiheit haben, zuhause zu bleiben.“ Dem stimmte Steinrode grundsätzlich zu. Aber: Viele Familien hätten diese Wahlfreiheit nicht – eben, weil die Kindergartengebühren zu hoch sind. Dann stelle sich die Frage, ob beide arbeiten gehen können oder müssen.

Im Kindergarten könnten die Kinder außerdem mit Gleichaltrigen spielen und soziale Kompetenzen erwerben, das sei viel wert.