Gretel Gerda Friz steht vor ihrer Garage, in der sie am Samstag, 10. Mai, ihre Bilderbörse veranstaltet. Dann wird auch ihr Aquarell mit dem Motiv, das die Unterdigisheimer Kirche im Herbst zeigt, zu erwerben sein. Foto: Christoph Holbein

Die Malerin Gretel Gerda Friz lädt zu einer Bilderbörse in ihrer Garage in der Widumstraße 17 in Oberdigisheim ein. Am Samstag, 10. Mai, von 10 bis 18 Uhr offeriert sie dort rund 60 Gemälde, die für eine milde Gabe zu erwerben sind. Der Erlös dient gute Zwecken.

Das Malen bedeutet für Gretel Gerda Friz „ein Stück Lebensfreude. Das hält mich aufrecht und macht mich euphorisch bei jeder neuen Idee. Das trägt mich“, sagt sie. Und Ideen schwirren ihr immer wieder durch den Kopf. Die jüngste ist, diese Bilderbörse auf Spendenbasis für einen guten Zweck zu veranstalten.

 

„Ich bin vor einiger Zeit auf meine Bildersammlung gestoßen, die im Schrank verstaut war“, erzählt die Künstlerin. „Eine Ausstellung mit den Werken schaffe ich alleine nicht mehr.“ Als „gläubige Christin“ aber „hat mir Gott eine Idee eingegeben“. Gretel Gerda Friz wird jetzt ihre Werke in ihrer Garage auf Biertischgarnituren auslegen. Am Samstag, 10. Mai, besteht dann die Gelegenheit, die Arbeiten für eine Spende zu erwerben. Jeder darf beisteuern, was er möchte.

„Ärzte ohne Grenze“ profitiert

Friz wird allerdings einen gewissen Betrag als Richtpreis für ein großes Bild empfehlen und das auf einem Plakat verkünden. Was sie an diesem Tag einnimmt, spendet sie komplett. Ein Teil des Erlöses geht an Renate Hölle aus Leidringen, die seit mehreren Jahrzehnten in Pakistan in einem christlichen Krankenhaus als Hebamme und Krankenschwester arbeitet. Seit Jahren unterstützt Friz auch die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“, und ein weiterer Teil der Spenden wird an das Rote Kreuz Obernheim/Oberdigsheim gehen.

Ein Kunstmarkt nebenher

„Vielleicht veranstalte ich zusätzlich noch einen kleinen Kunstmarkt nebenher, auch auf Spendenbasis, mit aktuellen Arbeiten von mir“ – Figuren, Vasen, Kerzenständer, bauchige Vögel, gegossen aus Beton, sowie Arbeiten aus Holz. Jedenfalls hofft Gretel Gerda Friz auf einen erfolgreichen Tag, regen Besuch und eine große Spendenbereitschaft. Es wird eine einfach gestaltete Veranstaltung werden ohne Bewirtung und auf beschränktem Platz. Präsentiert werden rund 60 Bilder in allen Variationen.

„Stundenlang, mehrere Tage hintereinander ein Bild zu malen, das schaffe ich nicht mehr“, sagt die Künstlerin. Aus diesem Grund arbeitet sie jetzt auf kleineren Leinwänden, gestaltet „lustige Sachen“ und verschenkt sie. Diese Werke entstehen in der dafür jeweils präparierten Küche am Küchentisch, meistens mit Acryl- oder Aquarellfarben gemalt. „Neulich habe ich sogar in der Nacht vorgezeichnet mit Bleistift.“ Ihre lustigen Motive kommen gut an bei den Beschenkten.

Und Gretel Gerda Friz schreibt auch noch – immer wieder besondere Geschichten, die sie – etwa im Literaturcafé im Haus Bittenhalde in Tieringen – vorträgt oder bei Seniorennachmittagen, bei denen vor allem ihre Gedichte gern gehört sind. „Mir geht literarisch immer etwas im Kopf herum.“

Für ihre Bilderbörse hat sie Flyer entworfen und in Läden verteilt. Bei der Veranstaltung wird Info-Material der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ ausgelegt sein. Und ein Plakat wird über die Arbeit und Tätigkeit von Renate Hölle informieren. „Jetzt“, so Friz, „müssen nur noch viele kommen.“