Es geht einiges auf der Großbaustelle zur neuen Hängebrücke in Rottweil. Jetzt wurden die ersten Fundamente gegossen. Wir waren vor Ort.
Auch wenn der Vorlauf zum Baustart sich jahrelang zog wie Kaugummi – jetzt geht es richtig schnell. Auf dem Berner Feld, also gegenüber der Rottweiler Innenstadt auf der anderen Seite des Neckartals, hat sich einiges getan.
Während seit dem Spatenstich im Februar bislang viel Erde bewegt wurde und Vorarbeiten liefen, die für den Laien noch nichts mit „Brücke“ zu tun hatten, gibt es bei unserer Stippvisite auf der Großbaustelle am Dienstagmorgen viel Neues zu sehen. Es wurden die ersten Fundamente gegossen. Und deren Dimensionen zeugen davon, wie gewaltig das Bauwerk wird – und welche Kräfte es abzufangen gilt.
Die Spezialisten der Firma HTB aus Österreich sind ruhig und konzentriert am Werk, auf dieser Baustelle weiß augenscheinlich jeder, was er zu tun hat. Am höchsten Punkt der Felsnase in der Nähe des Testturms ist jetzt eine große Bodenplatte zu sehen. Auf ihr entsteht das Betriebsgebäude der Hängebrücke, wie wir vor Ort erfahren. Weiter unten, am Hang in Richtung Rottweiler Innenstadt, entsteht aktuell ein weiteres Fundament für den 60 Meter hohen Pylon.
Abspannung verankert
Und auch die künftige Abspannung der Brücke – etwas, woran angesichts des stützenlosen 606 Meter langen Bauwerks über das Neckartal lange getüftelt wurde – ist bereits fest verankert. Die Anschlüsse zeigen, wo die Stahlseile der Brücke später verbunden werden. Der Bau des Pylons soll dann laut Infos vor Ort im Juli/August starten.
Auf der anderen Talseite, wo die Brücke an die Innenstadt andockt, sind die Grabungsarbeiten im historischen Bockshof inzwischen abgeschlossen. Auch hier ist die Fachfirma nun mit schwererem Gerät am Werk – umgeben von einem hohen Bauzaun. Darauf wird auf Plakaten bereits Lust auf den „Nervenkitzel“ auf der Hängebrücke Neckarline gemacht.
Die Einweihung der „Neckarline“ ist für Mai 2026 geplant – und wenn es weiterhin so schnell geht, dürfte das auch tatsächlich klappen.