Chromglanz, V8-Sound und echtes American Feeling lockten am Feiertag zahlreiche Besucher zum großen US-Car-Treffen nach Dürrenmettstetten.
Dabei ging es auf eine Zeitreise durch die amerikanische Automobilgeschichte. Beim fünften US-Car-Treffen des MSC Black Forest verwandelte sich der sonst eher ruhige Sulzer Höhenstadtteil an Christi Himmelfahrt in ein Mekka für Fans amerikanischer Fahrzeuge.
Organisator Roland Dölker zeigte sich mit der Resonanz trotz des wechselhaften Wetters hochzufrieden. Denn mehrere 100 US-Cars und zahlreiche Besucher fanden den Weg auf das Gelände rund um den Dürrenmettstetter Aussichtsturm.
„Dieses Jahr hat es uns erwischt aber das tut der Sache keinen Abbruch“ so der immer strahlende Organisator Roland Dölker. Und immer wieder kommen Freunde, um ihn zu begrüßen mit „Hi Flint“, wie ihn seine Freunde nennen. Trotz der inzwischen beachtlichen Größe der Veranstaltung ist alles familiär geblieben. Für Dölker ist genau das der Kern der Veranstaltung: „Das ist ein Treffen unter Freunden. Fertig aus.“
Und schon stehen die Nächsten da zur Begrüßung und die Sonne spickelt plötzlich durch die Wolken. Im Minutentakt fahren jetzt die Fahrzeuge auf die Ausstellungswiese. Roland Dölker, der Mann im Rollstuhl, hat mit dem US-Car-Treffen „The Garage“ etwas ganz besonderes ins Leben gerufen und damit eine Veranstaltung geschaffen, die längst weit über die Region hinaus bekannt ist.
Alles begann mit einem Dodge Charger
Alles begann mit einem Dodge Charger wie Dölker erzählte. 2018 kaufte er sich seinen ersten und bis heute einzigen amerikanischen Wagen. Eigentlich, sagt er lachend, habe er immer gedacht, Amerikaner könnten „keine Autos bauen, nur große Motoren“. Doch sein Dodge überzeugte ihn. „Das ist ein halber Mercedes“, sagt er. Daimler habe damals Technik nach Amerika gegeben und Chrysler hat sie genutzt.
„Der Dodge, der blubbert. Das ist wie bei einer Harley. Ich finde das beruhigend“so Dölker. Kurz nach dem Kauf brachte Dölker sechs Dodge-Fahrer auf der Autobahn zusammen. Daraus entstand die Gruppe „Mopar BW“, die heute rund 400 Mitglieder zählt. Bereits ein Jahr drauf folgte das erste US-Car-Treffen in Dürrenmettstetten.
Vielfalt an Fahrzeugen
Die Besucher konnten an Himmelfahrt eine beeindruckende Vielfalt amerikanischer Fahrzeuge bestaunen. Von historischen Klassikern über außergewöhnliche Rat-Cars bis hin zu modernen US-Boliden und aufwendig umgebauten Sonderfahrzeugen. Die Bandbreite reichte vom legendären Ford T-Modell über auffällige pinkfarbene Cadillacs bis hin zu mächtigen Pick-ups mit Mannshohen Rädern.
Auch Polizeifahrzeuge dabei
Besonders auffällig waren auch mehrere Dodge-Polizeifahrzeuge, die mit blinkenden LED-Leisten und Scheinwerfern für Aufsehen sorgten. Mehrere Hundert US-Car-Enthusiasten aus der Region und darüber hinaus sorgten für eine eindrucksvolle Kulisse.
Ein besonderes Highlight waren die angebotenen „Charity-Rides“. Gegen einen kleinen Obolus konnten Besucher in ausgewählten US-Cars mitfahren und dabei den typischen V8-Sound hautnah erleben. Der gesamte Erlös der Mitfahrten ging an die DRK-Bereitschaft Sulz-Nord.