Alt und Jung hatten viel Freude am Bildechinger „Garagenflomarkt“, der im Jahresrückblick als eines der Glanzlichter 2025 genannt wurde. Foto: Peter Morlok

In der ersten Sitzung im neuen Jahr zog Ortsvorsteher Rüdiger Holderried eine gemischte Bilanz, was das zurückliegende Jahr betraf.

„Der Rückblick auf das vergangene Jahr ist ernüchternd und aus meiner Sicht sehr frustrierend, denn weiterhin haben wir in unserer Sport- und Festhalle keine funktionstüchtige Lüftungsanlage. Ein Umstand der vor allem Veranstaltungen erschwert“, stellte Ortsvorsteher Rüdiger Holderried fest und zeigte sich insbesondere den Vereinen, die die Halle trotzdem weiter nutzen, sehr dankbar für ihre kooperative Zusammenarbeit. „Vieles was diesbezüglich ansteht, wird auf kurzem Dienstweg erledigt – das ist positiv“, betonte Holderried.

 

„Des Weiteren haben wir, bis auf die Mehrfamilieneinheiten in der Robert-Bosch-Straße, keinen Wohnraum zugewinnen können. Besonders Familien suchen weiterhin Bauplätze und ich hoffe sehr (mehr als hoffen kann ich im Moment nicht), dass sie sich in Altbauten verwirklichen können“, bemängelte der Ortsvorsteher.

Gelungene Aktionen

Doch wo Schatten ist, da ist auch Licht. „Die Dorfputzete und der Garagenflohmarkt können aus meiner Sicht positiv bewertet werden. Diese beiden Veranstaltungen wurden von der Ortschaft organisiert und von den Bürgern zum Erfolg gemacht“, freute sich Holderried.

Er hob auch hervor, dass man Bildechingen zum Glück sehr tüchtige Vereine habe, die durch ihre unterschiedlichen Veranstaltungen, die teils über Bildechingen hinaus strahlen, den Ort bekannt machen. „Wünschenswert wäre hier noch eine größere Teilnahme der gesamten Dorfgemeinschaft“, lautet sein Wunsch für die Zukunft.

Verkehrsproblematik hält an

Ein Thema, mit dem sich der Ortschaftsrat das ganze Jahr über beschäftigt ist die Verkehrs- und Parkproblematik. „Hier sind wir weiterhin dran. Allerdings sind wir auf die Unterstützung und oftmals auf Entscheidungen der Stadt angewiesen. Diese sind manchmal leider nicht ganz in unserem Interesse, und auch das frustriert sehr. Hier kann ich mich sehr gut in die Unzufriedenheit von Ortschaftsräten und Bürgern hineinversetzen, die oftmals nur mit Kopfschütteln reagieren“, machte er deutlich.

„Ich würde mir derzeit öfters wünschen, dass die oftmals kritisierte Bürokratie und das sich hinter Paragrafen verstecken auch auf kommunaler Ebene angegangen wird. Manchmal habe ich das Gefühl, es geht in eine falsche Richtung. Ich als Ortsvorsteher stehe gerade in solchen Fragen oftmals zwischen Bürgern, Ortschaftsrat und Stadtverwaltung. Dies ist wirklich oft zermürbend“, so seine Kritik an der Stadtverwaltung, die er in relativ freundliche Worte verpackte.

Müll und Hundekot

„Die Themen Müll und Hundekot dürfen in einem Rückblick und Ausblick nicht fehlen. Hier geht einmal mehr ein Appell an die Eigenverantwortung raus. Im Grunde weiß jeder, welcher Müll wohin gehört und dass Hundehäufchen sogar in den Bello-Stationen entsorgt werden können. Genau genommen ist jeder Hundebesitzer für die Hinterlassenschaften selbst verantwortlich. Die Belloo-Station ist ein Service für die Bürger, der nicht selbstverständlich ist“, so die Meinung von Holderried.

In seinem Rückblick streifte Holderried auch das Thema Glasfaser, das immer noch in der Schwebe ist. „Die Grüne Glasfaser wird hoffentlich im Laufe der nächsten Monate die geplante Ausbaustrategie präsentieren“, so die Hoffnung von Holderried, der aber gleich alle Erwartungen relativierte: „Derzeit bin ich diesbezüglich aber ehrlicherweise eher zurückhaltend.“ Zu diesem Thema gab es dann noch eine eher destruktive Diskussion, in der sich einzelne Räte über ein paar Fakten nicht ganz im Klaren waren.