Im September gab es auch in Ettenheimmünster viel Regen, aber nur wenig Sonne. Foto: Wetterstation Ettenheimmünster

Der September zeigte sich wechselhaft mit reichlich Nässe und wenig Sonne, bilanziert die Wetterstation Ettenheimmünster.

Der erste Herbstmonat begann in diesem Jahr mit Sommerwärme bis zu 30 Grad im Schatten. Ab 10. September stellte sich dann deutlich kühleres und überwiegend nasses Herbstwetter in Südbaden ein.

 

Mit einer Monatsmitteltemperatur von 16,0 Grad verzeichnete die Wetterstation Ettenheimmünster einen leicht zu warmen September. Die Abweichung lag bei 0,7 Grad zum langjährigen Durchschnittswert. Am ersten September wurde die 30-Grad-Marke noch mal erreicht im Münstertal.

Sommerliche Wärme mit mehr als 25 Grad gab es nur noch an vier Tagen zu genießen. Kein Vergleich zum letzten Jahr, da bescherte der September den Menschen in der Ortenau beachtliche 19 Sommertage mit mehr als 25 Grad und an neun Tagen wurde die Hitzemarke von 30 Grad überschritten, erklärt die Wetterstation.

Nächte blieben im September noch mild

Die Nächte blieben im September noch überwiegend sehr mild, nur an zehn Tagen fiel die Temperatur unter zehn Grad. Am kühlsten war es am Morgen des 29. September mit frischen 3,3 Grad Lufttemperatur und 2,6 Grad am Erdboden. Im Dörlinbachergrund verbuchte die Wetterstation mit minus 0,1 Grad den ersten Bodenfrost.

Deutlich zu nass verabschiedete sich der September in der Region. Mit einer Gesamtmenge von 102,1 Litern fiel 30 Prozent mehr Niederschlag als üblich im Münstertal. An 20 Tagen registrierte die Station messbaren Niederschlag. Über zehn Liter auf den Quadratmeter ergossen sich an drei Tagen ins Tal herab. Die größte Tagesmenge entlud sich am 26. September mit 21,3 Liter innerhalb von 24 Stunden. Noch nässer zeigte sich der September auf der mittleren Höhe des Schwarzwaldes. Mit beachtlichen 168,6 Gesamtlitern (170 Prozent) verzeichnete die Wetterstation auf der 715 m hohen Bergstation auf dem Hünersedel einen der niederschlagsreichsten September der vergangenen 30 Jahre. Nur im Jahr 2001 war es mit 219 Litern noch deutlich nässer.

Nur wenige Sonnenstunden

Nach dem sonnigen August versteckte sich das Zentralgestirn im September immer häufiger hinter den Wolken. Gerade mal 142,2 Stunden schien die Sonne herab ins Münstertal. Es fehlten fast 50 Stunden zum Normalwert für einen September. Seit 23 Jahren gab es nicht mehr so wenig Sonnenstunden wie dieses Jahr , bilanziert die Wetterstation. Insgesamt gab es im September nur fünf Sonnentage mit mehr als zehn Stunden Sonnenschein. Am sonnigsten war es am 7. September, da schien das Zentralgestirn bis zu zwölf Stunden. An fünf Tagen im September blieb es trüb und grau mit nur wenigen Sonnenstrahlen. Noch einen Blick zurück zum letzten Jahr: Da lachte die Sonne rekordverdächtige 270 Stunden im September vom Himmel, schriebt die Wetterstation.

Gewitter mit Blitz und Donner zogen an drei Tagen über das Münstertal. Nebel herrschte nur an zwei Tagen. Der Wind frischte im September deutlich auf. Am stärksten blies der Wind am elften September mit Spitzenböen von 42 Stundenkilometern. Auf dem 770 Meter hohen Hünersedelturm gab es an 15 Tagen Böen der Stärke sechs und an vier Tagen stürmte es mit Spitzenböen von mehr als 62 Stundenkilometern. Der Spitzenwert lag bei 72 Stundenkilometern, gemessen am 26. September.