Die Erfolgsbilanz von acht Tagen Horber Vesperkirche: Über 1000 Gäste sind gekommen. Am letzten Tag gibt es mit über 160 Besuchern Rekord.
Essen am Stehtisch oder auf dem Stuhl vom Schoß. Ein Kofferraum voller Nikoläuse. Am letzten Tag der Vesperkirche 2026 ist das Steinhaus voll wie nie.
Caritas-Mitarbeiter Michael Vogelmann vom Orga-Team: „Das die Vesperkirche Horb so gebraucht wird wie nie, haben die acht Tage eindrucksvoll gezeigt. Die Gäste sind lange sitzengeblieben und haben gegessen, genossen und sich in Ruhe unterhalten. Wir waren schon manchmal in der Bredouille – weil immer neue Gäste kamen. Doch die konnten wir dann am Basteltisch unterbringen.“
Am letzten Tag war es noch krasser: Die Rathaus-Mitarbeiter um Markus Guse (Jugendreferat) und Patrick Seidler (Kindergärten) holen sich sogar Stühle im Eck am Séparée und stellen das Tablett auf den Schoß, um zu essen. Oliver Riese hat sein Tablett mit Hähnchengeschnetzeltem auf den Stehtisch am Eingang gestellt.
Süße Begrüßung zum Finale
Schon die Begrüßung zum Finale: Süß und herzlich. Margret Peters hat auf ihren Final-Kuchen (unter anderem Ananas, Kirschen, Mandarinen) „Schön war’s. Bis zum nächsten Mal“ in Zuckerguss geschrieben. Elisabeth Wütz und Regine Pleva bieten gleich Lindt-Weihnachtsmänner an.
Elisabeth Wütz vom Orga Team hatte am Vortag im Drogeriemarkt dm in Nagold Veronika Rais Wehrmann von der dortigen Vesperkirche getroffen. Wütz: „Die haben vom Kaufland Lindt-Nikoläuse gespendet bekommen und hatten welche übrig. So landete vorhin ein ganzer Kofferraum voll mit feinster Schoki hier im Steinhaus.“
Um 12.55 Uhr 160 Gäste – und es kommen noch mehr
Kein Wunder, dass Ursula Nagel am Eingang kaum dazu kommt, die Gäste-Strichliste abzuhaken. Lieber lächeln und den Lindt-Nikolaus den Besuchern in die Hand drücken. Um 12.55 Uhr sind 160 Besucher gezählt – Rekord! Und es kommen immer noch Gäste. Wie beispielsweise Martin vom Ende. Wütz: „Am Montag hatte er hier Akkordeon gespielt. Da hat ein Paar sogar getanzt.“ Vogelmann: „Das zeigt die besondere Stimmung und Atmosphäre der Vesperkirche 2026.“
Und das spüren auch Spender wie Thomas Müller von der Spitalstiftung (1000 Euro, 5-Tage-Catering Vesperkirche) oder die Plevas aus Empfingen (2000 Euro). Kathrin Pleva: „Wenn man sieht, was für eine Unruhe in der Welt ist – hier in der Vesperkirche reden und essen die Menschen in Harmonie.“ Pastoralreferentin Susanne Tepel sagt gut gelaunt: „Ich sehe hier viele hungrige Menschen in der Schlange. Deshalb ein kurzes Gebet: Lieber Gott, segne flott. Uns allen einen guten Appetit.“
So geht es mit der Vesperkirche 2027 weiter
Elisabeth Wütz: „Ich habe die Zahlen mal überflogen. Es sieht so aus, als ob wir gut über die Runden kommen.“ Vogelmann: „50 Prozent der Kosten werden von Spendern wie Pleva oder Volz- und Spital-Stiftung getragen, 50 Prozent durch die Solidaritätsesser.“
Eine Verlängerung ist derzeit nicht geplant. Vogelmann: „Mehr Kapazitäten können wir vom Orga-Team, die in Lohn und Brot stehen, leider nicht neben der Arbeit herausschwitzen.“ Das Helfer-Potenzial – weiterhin groß. Vogelmann: „Vom MGG haben sich mehr Schüler als Helfer gemeldet, als wir einsetzen konnten.“
Margret Peters: „2028 haben wir 20. Jubiläum.“ Sie scherzt: „Da mach ich dann eine Art Hochzeitstorte mit den wichtigsten Personen aus 20 Jahre Vesperkirche.“