Mit dem Bikepark hat Bad Teinach-Zavelstein eine neue Attraktion. Die Einrichtung ist sogar schon in Betrieb. Allerdings gibt es noch eine Eröffnungsfeier. So sieht das Programm aus.
Ende des vergangenen Jahres hat die Stadt Bad Teinach-Zavelstein ihren Bikepark in der Nähe der Schulen in Betrieb genommen.
Fertigstellung Am 13. November war der Bikepark fertig. Nach der Abnahme am 14. November gab die Stadt die Anlage frei. Der Andrang sei bereits vor der Freigabe groß gewesen, berichtete Bad Teinach-Zavelsteins Bürgermeister Markus Wendel Ende des vergangenen Jahres im Gespräch mit unserer Redaktion. Viele Jugendliche seien auf der Baustelle gefahren.
Wegen Schotterschicht das ganze Jahr nutzbar
Deswegen habe die Stadt das Gelände abgesperrt, so Wendel. Seit der Freigabe habe er vermehrt Fahrradfahrer mit entsprechender Schutzausrüstung durch Bad Teinach-Zavelstein in Richtung Bikepark fahren sehen, berichtete Wendel schon seinerzeit. Dank einer Schotterschicht kann der Bikepark das ganze Jahr über genutzt werden.
Standort Dabei war der Weg bis zur Umsetzung des Bikeparks schwierig. Das fing schon mit der Standortsuche an. Es stellte sich heraus, dass ein zunächst ins Auge gefasster Standort im Wald „nicht ganz der Richtige“ sei, so Wendel. Schließlich fand die Stadt in der ersten Hälfte des Jahres 2024 den idealen Platz am Ortsrand in der Nähe der Schulen, der Sporthalle und des DFB-Minispielfeldes.
In der Nähe gibt es auch genug Parkplätze. In einer Gemeinderatssitzung im vergangenen Sommer freute sich Wendel darüber, dass der Bikepark gut erreichbar sein werde.
Gastronomie im Wanderheim
Zudem punkte der Standort mit seiner Gastronomie etwa dem Wanderheim, freute sich der Bürgermeister.
Umsetzung Auch der Weg von der Idee bis zur Umsetzung war schwierig. Geboren wurde das Vorhaben im Rahmen des Projektes „Unser Dorf soll schöner werden“. Der Bikepark war nun die letzte Idee, die jetzt realisiert ist. Die Planung fing gegen Ende von Corona an.
Emotionale Diskussion
Der entsprechenden Projektgruppe gehörten unterschiedliche Altersgruppen vom Grundschulalter bis zum 40-Jährigen an.
Das Vorhaben sorge durchaus für Emotionen in der Bevölkerung, hatte Wendel schon in einer Gemeinderatssitzung vor rund vier Jahren gesagt. Der Bürgermeister stellte seinerzeit klar, dass er nicht allein über den Bikepark entscheide, sondern vielmehr der Gemeinderat.
Nachfrage bei Familien
Das Gremium war sich dann weitgehend einig, das Projekt zu verwirklichen. Es vergab die Arbeiten. Kritik kam von Stadträtin Andrea Mast. Sie glaubte beobachtet zu haben, dass die Begeisterung für Bikeparks schon wieder abgeflacht sei. Julia Lörcher widersprach. Es hätten schon Familien nachgefragt, wann der Bikepark komme: „Das Interesse ist tatsächlich da.“
Beim Bau des Bikeparks gab es dann nur ein größeres Problem. Nach den Worten von Bürgermeister Markus Wendel fehlte für die Modellierung der Hügellandschaft genügend Dreck mit möglichst wenig Steinen.
Das wiederum lag an der geringen Bautätigkeit. Nachdem unsere Redaktion über das Problem berichtet hatte, meldeten sich einige Bürger beim Rathauschef. Sie hätten im Garten Dreck übrig. Und es war auch die richtige Erde. Die Stadt ließ die Arbeiten zügig fortsetzen.
Kosten Die Kosten beliefen sich auf rund 101 000 Euro. Die Stadt bekam einen Zuschuss in Höhe von fast 51 000 Euro aus dem Förderprogramm Leader. Die Gelder bei Leader kommen von der EU und dem Land Baden-Württemberg.
Die Leader Aktionsgruppe Nordschwarzwald hatte einen Antrag auf Förderung des Bikeparks mit einem positiven Votum versehen. Der Zuschussbescheid kam vom Regierungspräsidium Karlsruhe. Sie war dann eine reine Formsache.
Einweihung Der feierliche Schlusspunkt ist die Einweihung des Bikeparks am Samstag, 25. April, ab 11 Uhr. „Wir hoffen auf gutes Wetter“, sagte Bürgermeister Wendel im Gespräch mit unserer Redaktion. Zu Gast sind unter anderem Dajana Greger, Geschäftsführerin der Leader-Aktionsgruppe Nordschwarzwald und der Erste Landesbeamte Frank Wiehe.
Fahrradakrobaten aus Karlsruhe
Die Besucher der Eröffnungsfeier erleben eine Vorführung einer Gruppe des Down Hill Racer Teams MR 20 aus Karlsruhe, berichtet Rathauschef Wendel.
Sie zeigten, was an akrobatischen Sprüngen auf dem Fahrrad so alles möglich sei, freut sich der Bürgermeister im Gespräch mit unserer Redaktion.