Pfarrer Harald Bethäuser mit seinem Fahrrad am Staatsberg, eine Stelle die er bereits bei den erste beiden Schwarzwald-Bike-Marathons 2018 und 2019 passiert hatte. Foto: Heimpel

Er ist am Sonntag beim Schwarzwald-Bike-Marathon mit dabei: Pfarrer Harald Bethäuser, der Leiter der katholischen Seelsorgeeinheit Bregtal. Er bereitet sich seit Wochen auf das Radrennen vor, bei dem er die 42-Kilometer-Strecke fahren wird. 

Furtwangen - Er hat bereits zwei Mal am Marathon teilgenommen, aber niemals erwartet, seinen dritten Marathon als Furtwanger Pfarrer zu absolvieren.

Pfarrer Bethäuser war schon immer sportlich ambitioniert. Der Sport sei gerade auch jetzt ein guter Ausgleich für die Arbeit in der Seelsorgeeinheit. In jungen Jahren hat er zu Hause in Rinderfeld aktiv Fußball gespielt bis zur Zeit seines Diakonats. Schon während des Studiums begann er dann mit dem Radsport und einige Jahre später dann ganz gezielt mit dem Rennrad. Seit er nun in Furtwangen ist, hat er sich vor allem auf das Rennrad konzentriert, weniger auf das Mountainbike, das er nun vor dem Marathon natürlich noch einmal intensiv angehen will.

Auch sportliche Wettkämpfe haben ihn schon immer interessiert. So war er bereits mehrfach beim Freiburg-Marathon mit von der Partie. Nach diesem Lauf-Marathon stellte sich natürlich die Frage, warum er nicht auch einen Marathon mit dem Mountainbike absolvieren sollte. Eigentlich hätte es ihn gereizt, beim Ultra-Bike in Kirchzarten mitzumachen. Da hatte er einen begeisterten Sportler aus Kirchzarten kennengelernt, als er im Priesterseminar in St. Peter war und in der dortigen Mannschaft auch etwas Fußball spielte. Dieser Freund hatte ihn bereits mehrfach eingeladen, am ­Ultra-Bike teilzunehmen. Doch es gab ein Termin-Problem: Immer am gleichen Termin stand im Freiburger Münster die Weihe der Diakone an. Da hatte die dienstliche Verpflichtung natürlich Vorrang vor dem Bike-Sport.

Seelsorgeeinheit im November übernommen

So entschieden sich die beiden, am Schwarzwald-Bike- Marathon 2018 teilzunehmen. Wie im Jahr darauf absolvierte Harald Bethäuser jeweils die 60-Kilometer-Strecke. Vor allem 2019 nahm er den Marathon gezielt als eine sportliche Herausforderung an. Auch im vergangenen Jahr hatte er sich das Marathon-Wochenende bereits frei genommen. Nachdem das Rennen dann ausfiel, nutzte er die Gelegenheit, an diesem Wochenende Gottesdienste in den Pfarreien der Seelsorgeeinheit zu feiern, die er im November übernehmen sollte.

Bei den ersten beiden ­Rennen sei er immer beeindruckt gewesen von der herrlichen Landschaft rund um Furtwangen. Aber er hatte eigentlich nie daran gedacht, dass er genau da einmal Pfarrer werden würde. Auf jeden Fall war für ihn sicher, dass seine künftige Pfarrstelle irgendwo in der Nähe von Wald und Berg liegen müsste. Als er im ­Frühjahr 2020 das Angebot bekam, die Seelsorgeeinheit Bregtal zu übernehmen, brauchte er nicht lange zu überlegen. Auch jetzt ist das Bike für ihn immer wichtig. Es kommt ihm zugute, dass er Frühaufsteher ist. Oft ist er mit dem Rad ab 5 Uhr bereits unterwegs und erlebt auf dem Brend den Sonnenaufgang. Diese Zeit auf dem Brend sei für ihn eine wichtige meditative Pause. Auch sonst liebt der Pfarrer die Herausforderung wie kürzlich bei einer mehr als zweistündigen Fahrt ­hinauf auf den Klausenpass in der Schweiz. Da er allerdings in diesem Jahr nicht so intensiv trainieren konnte wie in den Vorjahren, hatte er sich entschieden, 2021 auf der 42-Kilometer-Strecke mitzufahren.

Beeindruckt vom Engagement der Helfer

Es sei natürlich nun eine ganz andere Voraussetzung. Früher fuhr er durch eine schöne Landschaft, doch viel mehr Beziehung hatte er nicht dazu. Jetzt kommt er beim Marathon mit dem Bike durch Orte, die er gut kennt und trifft viele bekannte Gesichter, die in irgendeiner Weise beteiligt sind. Damit werde dieser dritte Schwarzwald Bike Marathon für ihn wieder etwas ganz Neues.

Beeindruckt zeigt er sich von dem Engagement der Menschen in der Region, die mit viel ehrenamtlicher Aktivität diese sportliche Großveranstaltung perfekt organisieren. Nicht zuletzt ist für ihn das Motto des Marathons "Biken für krebskranke Kinder" von großer Bedeutung. Auch dieses Motto, das seine soziale Ader trifft, sei wesentlich gewesen, dass er inzwischen bereits zum dritten Mal am Schwarzwald-Bike-Marathon teilnimmt.

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