Der SV Oberreichenbach holt einen Big Point und schlägt den Landesliga-Vierten TSV Albeck mit 1:0.
SV Oberreichenbach – TSV Albeck 1:0 (1:0). In einem über weite Strecken sehr intensiven Spiel der Frauen-Landesliga konnte sich der Tabellenvierte TSV Albeck zwar dank spielerischen Vorteilen und einem plus an Ballbesitz ein gewisses Übergewicht erarbeiten, im Abschluss stand ihm jedoch die aufopferungsvoll kämpfende Oberreichenbacher Defensive und eine überragende Paulin Kappler im Weg. Die SVO-Torhüterin erwischte einen Sahnetag, machte einen total abgeklärten Eindruck und wehrte zur Krönung ihrer Leistung einen durchaus gut, aber auf halbe Höhe geschossenen Foulelfmeter von Lena Wegener ab.
Mehr Druck erwartet
Dennoch wollte SVO-Trainer Holger Simon nach dem Spiel niemanden hervorheben. „Kampf, Wille, Einsatz – heute hat alles gestimmt. Alle, die da waren, haben ihre volle Leistung auf den Platz gebracht“, lobte Simon. Er hatte insgeheim noch mehr Druck vom Tabellenvierten erwartet, aber wieder einmal zeigte sich: Jeder kann nur so groß auftrumpfen wie es der Gegner zulässt.
Dabei mussten die Schwarzwälderinnen mit Tabea Weiß, Anna-Sophie Fliege, Hanna Weber und Lilly Tubach gleich vier Leistungsträgerinnen ersetzen. So rutschten Antonia Beck, Alessa Bauer und Samira Mühlen in die Startelf. In der Viererkette konnte Simon auf Celine Steeb bauen.
Gegen den weit aufgerückten Tabellenvierten boten sich dem SV Oberreichenbach Konterchancen. In der 36. Minute konnten die Gäste einen Knepper-Schuss zur Ecke abwehren. Kurz danach verwertete Jana Sophie Albrecht einen Freistoß aus dem Halbfeld per Direktabnahme an der Strafraumlinie zur Führung.
Am leeren Tor vorbei
In der 51. Minute hatte Anna Knepper die Chance zur Vorentscheidung. Ihr Schuss kullerte jedoch am leeren Tor vorbei. Nach dieser Großchance startete der TSV Albeck in eine Druckphase und holte dabei einen Elfmeter heraus. Paulin Kappler wehrte den Schuss von Lena Wagener jedoch ab und konnte ihn im Nachfassen sogar festhalten. „Dieser Dreier ist Gold wert“, sagte Holger Simon zu den jetzt 21 Punkten und Platz sieben in der Tabelle.