Mit „Slavi’s Bar“ in Freudenstadt erfüllt sich der 27-jährige Slavi Mirchev seinen Lebenstraum. Im Gespräch mit unserer Redaktion erzählt er von seinen Plänen für die Zukunft.
Der 27-jährige Slavi Mirchev hatte schon seit seiner Jugend den Traum von einer eigenen Bar. Und das, obwohl der gebürtige Bulgare selbst kaum Alkohol trinkt. Nun wurde sein Lebenstraum am 1. Juni mit dem Irish Pub in Freudenstadt „Slavi’s Bar“ endlich Wirklichkeit.
In der ehemaligen Kneipe „Dein Feierabend“ hat Mirchev über einen Monat täglich geputzt, neu gestrichen und umdekoriert. In den vergangenen Wochen hat er das Pub bereits in Betrieb genommen, um vor der offiziellen Eröffnung die Arbeitsabläufe zu optimieren. Dabei hatte er bereits mit einigen Herausforderungen zu kämpfen, doch nun stehe am 30. Juni die offizielle Eröffnung an. „Ich merke auf jeden Fall, dass am Wochenende deutlich mehr los ist“, sagt der Freudenstädter. Er habe bereits vier Stammgäste, zwei davon kämen täglich aus Baiersbronn.
Endlich die perfekte Bar gefunden
Die Inneneinrichtung erinnert an ein klassisches Irish Pub: grüne Akzente, eine gemütliche Atmosphäre und viel Holz. Besonders ins Auge sticht eine im Boden verankerte Laterne mit einem Stehtisch. „Ich habe fast zwei Jahre nach einer passenden Bar gesucht, und diese hier war perfekt: Sie hatte so einen altmodischen Charme, so wie die Bars in Bulgarien“, sagt der 27-Jährige. Ihm sei es wichtig, Details aus seiner Heimat mitaufzugreifen: „Die Bar ist halb Irish Pub und halb bulgarischer Laden“, sagt er und lacht. Unter anderem bekämen Gäste zu den Getränken bulgarische Nüsse im Teigmantel.
Vor acht Jahren ist Mirchev nach Deutschland gekommen. Er habe die ersten Jahre in Kaiserslautern gelebt. Seit vier Jahren wohnt er nun schon in Freudenstadt. Seither arbeitet er abwechselnd als Servicekraft und Rezeptionist im Hotel Warteck und als Kellner im Casino in Freudenstadt. Seit der Eröffnung seiner eigenen Bar arbeitet er als Teilzeitkraft im Hotel Warteck.
„Der Monat vor der Eröffnung war für ihn sehr anstrengend“, erinnert sich sein Arbeitskollege aus dem Casino, Sascha Müller. „Morgens hat Slavi im Hotel gearbeitet, danach ist er zur Bar, dann hat er im Casino gearbeitet und ist dann abends wieder in die Bar und dazwischen auch – eben immer, wenn er kurz Puffer hatte“, fügt er hinzu. Von einigen Mitarbeitern und den Arbeitgebern habe er große Unterstützung bekommen. „Ohne die hätte ich es nicht geschafft“, verrät Mirchev.
Auch Gastro-Partys geplant
Aktuell bietet er sechs verschieden Sorten Whiskey an, außerdem deutsches Bier – und natürlich Guinness. Aber auch klassische Getränke wie Aperol Spritz oder Wein. Für die Zukunft seiner Bar, die in der Straßburger Straße 15 liegt, habe er noch einige Ideen: Kirsch- und Zitronenbier, ausgewählte Saisongetränke und monatlich neue Getränke seien geplant. Zusätzlich plane er unter anderem monatliche 80er-Partys und Bier-Pong-Turniere. Außerdem sollen sonntags regelmäßig Gastro-Partys stattfinden. „Die meisten Personen, die Vollzeit in Gastronomien arbeiten, haben montags frei statt Samstag oder Sonntag, deswegen möchte ich hier eine Party für Gastronomiearbeiter machen“, erklärt er begeistert.