Der Sängerkranz Rotenzimmern verfügt über ein breites Repertoire an Liedgut. Foto: Weisser

Mit einem bunten Melodienstrauß haben fünf Chöre in Rotenzimmern den Besuchern einen unterhaltsamen Abend bereitet. Doch dieser geriet beinahe in Gefahr.

Der „Sängerabend im Frühling“ im wunderschön geschmückten Bürgersaal in Rotenzimmern mit seinem besonderen Flair lockte viele Gäste an. Das gut gelaunte und aufmerksame Publikum sparte nicht mit Applaus für die sangesfreudigen Akteure auf der Bühne. Dafür revanchierten sich die Chöre mit einer Zugabe.

 

Die Gastgeber unter Leitung von Siegbert Supper besangen zur musikalischen Begrüßung der Gäste die „kleinen Wunder dieser Welt“. Danach erklang die deutsche Version des Popklassikers „One way wind“.

Eine gelungene Premiere

Im zweiten Auftritt trug der gemischte Chor deutsche Fassungen von internationalen Evergreens vor. Zu hören waren: „Was kann ich denn dafür“ („Something stupid“), „In den Gärten der Zeit“ („Seasons in the sun“) sowie „Was kann schöner sein“ („Que sera“). Im Repertoire hatte der „Sängerkranz“ auch das Lied „Regenbogenfarben“.

Bei der Zugabe („Chöre“ von Mark Foster) feierte die frisch gebackene Vizechorleiterin Isabelle Strubel eine gelungene Premiere am Dirigentenpult. Am Klavier begleitet wurde die Rotenzimmerner Sängerschar von Heike Schlayer.

Der Männerchor Leidringen/Isingen mit Dirigent Peter Bantle und Pianistin Kathrin Kopp erfreute die Zuhörer mit gefälligen Chorversionen bekannter Schlager von Peter Alexander („Und manchmal weinst du sicher ein paar Tränen“), Gitte („Junger Tag“) und Roberto Blanco („Ich komm zurück nach Amarillo“).

„Der große Held“

Die Sänger und Sängerinnen aus Geislingen traten nach drei Proben erstmals unter ihrem neuen Dirigenten Guiseppe Pisciotta auf. Der sympathische junge Mann – er ist Pianist, Klavierbauer und Klavierstimmer – avancierte an diesem Abend zum „großen Helden“. Denn: Ohne ihn wäre das bereit gestellte Klavier vielleicht stumm geblieben.

Kurz vor Konzertbeginn landete ein Glas Bier versehentlich auf den Tasten des Instruments. Pisciotta bekam das mit und nahm sich sofort des Klaviers an, baute es teilweise auseinander und saugte die Flüssigkeit aus der Tastatur ab. Mit einer viertelstündigen Verspätung konnte das Konzert beginnen. Pisciotta bekam für seinen Einsatz Riesenbeifall.

Volkslieder und Ohrwürmer

Der Geislinger Chor trug gängige Volkslieder wie „Nun will der Lenz uns grüßen“, „Der Jäger längst dem Weiher ging“ und „Hopsa Schwobaliesel“ vor.

Die sechs Damen der „Singfonie“ mit Heike Schlayer am Klavier überzeugten mit den Titeln „La Isla Bonita“, „California Dreaming“, „Let it be“ und „The greatest Showmann“.

Die „Singfonie“ bevorzugt internationale Schlager. Foto: Weisser

Der Männerchor Nusplingen mit Dirigent Josef Vinskis bereicherte das Programm mit den Ohrwürmern „Weit, weit weg“ (Hubert von Goisern), „Über sieben Brücken musst du gehen“ und „Ich wollte nie erwachsen sein“ (Peter Maffay).