Das Dilemma Doppelstadt zeigt sich an der aktuellen Situation der beiden Häuser der Stadtbibliothek Villingen-Schwenningen, meint unsere Autorin Daniela Schneider.
Sparen, sparen und nochmal sparen – so lautet das Gebot der Stunde in Villingen-Schwenningen.
Hinzu kommt hier erschwerend die Doppelstadtstruktur und am Beispiel der beiden Häuser der Stadtbibliothek zeigt sich: Einfach ist hier nichts.
Gar einen Standort schließen und auf den im anderen Stadtbezirk verweisen? Theoretisch wäre auch das machbar – in anderen Städten vergleichbarer Größe gibt’s schließlich auch keine solchen doppelten Angebote, und mit dieser radikalen Lösung ließe sich auf einen Streich direkt ordentlich sparen.
Nicht zu beneiden
Aber Bibliotheken sind nicht nur Kostenstellen. Insbesondere für Kinder – Stichwort „kurze Beine, kurze Wege“ – können sie elementare Orte sein, und auch Erwachsene profitieren von den Angeboten und den gewachsenen Strukturen. Weder die Teams der beiden Häuser, noch die Verwaltung noch die Gemeinderäte sind zu beneiden, wenn es darum geht, hier möglichst ausbalancierte Entscheidungen zu treffen. Gut, dass dafür nun noch mehr Klarheit als Grundlage eingefordert wird.