Bettina Sättele stellt bei einer Exkursion den Biber und seinen Lebensraum vor. Foto: Bildungswerk

Auf Einladung des Bildungswerks traf sich eine Schar Interessierter am Linachstausee, um die Lebensart des Bibers zu erkunden.

Vöhrenbach/Furtwangen - Biberbeauftragte Bettina Sättele erläuterte zunächst anhand eines mitgebrachten Modells Körperbau und Größe des Bibers. Die Zuhörer erfuhren, dass sich der Lebensraum einer Biberfamilie, die zumeist ein bis zwei Jungtiere hat, auf ein Revier von etwa drei bis fünf Kilometern Umkreis erstreckt. Nach etwa zwei Jahren suchen sich die Jungtiere ihr eigenes Revier. Biber halten keine Winterruhe und sind daher ganzjährig aktiv.

Nach der Einführung ging es am oberen Ende des Linachsees an die Begehung des Seeufers. In der schönen Auenlandschaft mit typischen Futterpflanzen wurden sofort Spuren des Bibers sichtbar: angefressene Sträucher und Blattreste im Wasser, Baumreste und Äste am Ufer, die zu verschiedenen, der Umgebung angepassten Bauten in unterschiedlicher Größe und Bauart verarbeitet sind. Beim Blick auf die gegenüberliegende Seite konnte man den Bau der Jungtieraufzucht sehen, der vom Seerundgang geschützt und eher unzugänglich gelegen ist.

Da Biber erst in der Dämmerung auf Nahrungssuche gehen, konnte leider kein Exemplar in Natura gesichtet werden. Zum Abschluss der Exkursion besprach Bettina Sättele mit den Teilnehmern Ideen zur zukünftigen Gestaltung des Zusammenlebens von Mensch und heimisch gewordenem Biber