Janina Hettich-Walz verbesserte sich in der WM-Verfolgung um zehn Positionen. Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Hendrik Schmidt

Janina-Hettich Walz startet bei der Biathlon-WM im tschechischen Nove Mesto eine bemerkenswerte Aufholjagd. Dann verdirbt ihr das letzte Schießen eine Top-Platzierung.

Janina Hettich-Walz ist bei der Biathlon-WM in Nove Mesto 25. in der Verfolgung geworden. Drei Schießfehler verhagelten der Schwarzwälderin (SC Schönwald) – beim Sieg der Französin Julia Simon – eine bessere Platzierung.

 

Der Verfolger

Hettich-Walz startete zügig ins Rennen und hatte schon vor dem ersten Schießen einige Plätze gut gemacht. Mit einem fehlerlosen ersten Anschlag verbesserte sich die 27-Jährige bis auf Rang 22. Sie war nach dem Sprint als 35. in den Verfolger gegangen.

Das zweite Liegendschießen wurde zum ersten Dämpfer. Der zweite Schuss von Janina Hettich-Walz verfehlte das Ziel. Die Aufholjagd war vorerst gestoppt. Mit einem Rückstand von 2:27 Minuten ging es für die Biathletin aus Lauterbach als 23. weiter.

Mit fehlerfreiem ersten Stehendschießen verbesserte sich Hettich-Walz wieder auf Platz 19. Vor dem finalen Anschlag hatte die Schwarzwälderin den Anschluss an die vorderen Plätze hergestellt, die Top 15 waren in Reichweite.

Die für gewöhnlich schießstarke 27-Jährige verfehlte beim letzten Schießen jedoch die Scheiben zwei und drei. Es war ein jähes Ende der Aufholjagd. Mit über vier Minuten Rückstand ging es auf die Schlussrunde, in der sich Hettich-Walz noch von Platz 26 auf Rang 25 verbesserte.

Probleme auf der Strecke

Neben den ungewohnten Schießfehler lief es für Hettich-Walz und ihre DSV-Teamkolleginnen auch in der Loipe nicht wirklich rund. Die Schönwälderin musste sich mit der 20. Laufzeit begnügen – 1:42,4 Minuten fehlten ihr hier auf die flinke Slowenin Anamarija Lampic.

Der Sprint

Im Sprint am Freitag hatte Hettich-Walz ebenfalls drei Fehler geschossen und war mit der 17. Laufzeit auf Platz 35 gelandet.

„Ich hatte ganz schön zitternde Beine und habe nicht gut in meinen Anschlag hineingefunden. Ich bin natürlich extrem enttäuscht, dass ich meinen schlechtesten Sprint in dieser Saison ausgerechnet beim Höhepunkt mache“, sagte Hettich im ARD-Interview. „Das muss ich heute Abend erst einmal verarbeiten.“