Melina Gaupp (DAV Ulm/Skinternat Furtwangen) feierte am Arber ihr Debüt im IBU-Cup. Foto: Authamayou/IBU

Während sich Janina Hettich-Walz auf den Heim-Weltcup in Ruhpolding vorbereitet, ist für ein anderes Biathlon-Ass aus dem Schwarzwald der Olympiazug wohl endgültig abgefahren.

Sechs, elf und sieben – die Plätze beim IBU-Cup, der „2. Biathlon-Liga“, am Großen Arber im Bayerischen Wald konnten sich sehen lassen. Dennoch tat sich für Roman Rees kein Türchen für den Weltcup in Ruhpolding auf.

 

Das Männer-Aufgebot

„Bei den Herren gehen Philipp Nawrath, Justus Strelow, David Zobel, Johannes Kühn, Lucas Fratzscher sowie Danilo Riethmüller an den Start. Danilo Riethmüller kehrt nach seinem Einsatz im IBU-Cup zurück ins Weltcup-Team. Philipp Horn steht weiterhin krankheitsbedingt nicht zur Verfügung“, vermeldet Felix Bitterling, der Sportdirektor Biathlon, das DSV-Aufgebot für die Wettbewerbe in Ruhpolding.

Danilo Riethmüller hatte am Arber beim IBU-Cup die Ränge vier, neun und sechs belegt. Roman Rees war also auf Augenhöhe.

Die Olympia-Tickets

Darüber hinaus, so Bitterling weiter, stehe diese Woche auch unter besonderer Beobachtung im Hinblick auf die noch offenen Olympia-Qualifikationen. „Die entsprechenden Kriterien sind bekannt. Ziel ist es, dass sich die Athletinnen und Athleten, die die Norm bislang noch nicht erfüllt haben, in Ruhpolding nochmals präsentieren und für das Olympia-Team empfehlen können.“ Zwei Top-15-Ränge oder eine Top-8-Platzierung im Weltcup sind die DSV-Kriterien.

Damit scheint es nahezu ausgeschlossen, dass Roman Rees (SV Schauinsland) noch ein Ticket für die Winterspiele in Italien lösen kann.

Die Frauen

Janina Hettich-Walz (SC Schönwald, Lauterbach) und Julia Tannheimer (DAV Ulm, Ex-Skiinternat Furtwangen) haben die Norm dagegen bereits abgehakt. Weiter vertreten bei den Frauen beim Heim-Weltcup in Ruhpolding Selina Grotian (SC Mittenwald), Franziska Preuß (SC Haag), Sophia Schneider (SV Oberteisendorf) und Vanessa Voigt (SV Rotterode) die deutschen Farben.

„Die positiven Aspekte (aus Oberhof, Anm. d. Red.) wollen wir bewusst mitnehmen, weiter ausbauen und idealerweise noch eine Schippe drauflegen, auch, um unserem Heimpublikum etwas zurückzugeben und gleichzeitig mit Blick auf Olympia weitere Energie und Selbstvertrauen zu sammeln“, sagt Felix Bitterling.

Das Programm in Ruhpolding

Mittwoch, 14.30 Uhr: Frauen, Staffel 4 x 6 km.

Donnerstag, 14.30 Uhr: Männer, Staffel 4 x 7,5 km.

Freitag, 14.30 Uhr: Frauen, Sprint 7,5 km.

Samstag, 14.30 Uhr: Männer, Sprint 10 km.

Sonntag, 12.30 Uhr: Frauen, Verfolgung 10 km. Sonntag, 15 Uhr: Männer, Verfolgung 12,5 km.

Melina Gaupp über das Debüt

Melina Gaupp (DAV Ulm/Skinternat Furtwangen) feierte am Arber ihr Debüt im IBU-Cup. Nach den Rängen 65, 23 und 21 sagte die junge Biathletin: „Ich war vor allem vor dem Einzel ziemlich aufgeregt, aber habe mich auch sehr auf die Wettkämpfe gefreut. Beim Einzel hat dann das Schießen noch nicht so gut geklappt, mit meiner Laufleistung war ich aber zufrieden und insgesamt war es einfach sehr cool, bei den ‚Großen‘ dabei zu sein.“

Und weiter: „Am Samstag hat es dann ziemlich stark geschneit, wodurch die Bedingungen langsam waren – vor allem andere zu überholen, hat sehr viel Kraft gekostet, weil man da in den tieferen Schnee musste. Beim Sprint hat das Schießen besser geklappt. Ich habe nur leider den letzten Schuss daneben geschossen. Mit dem Sprint war ich insgesamt sehr zufrieden, da ich auch eine gute Position für den Verfolger hatte. Der hat dann ziemlich gut angefangen mit zweimal Null beim Liegendschießen. Ich habe aber auch gemerkt, dass das Tempo beim IBU-Cup viel höher ist als zum Beispiel beim Juniorcup, deswegen waren vor allem die letzten zwei Runden sehr hart. Beim letzten Schießen kam dann bisschen Wind. Leider habe ich noch zwei Fehler geschossen. Insgesamt bin ich mit den Wettkämpfen sehr zufrieden und es war eine sehr coole Erfahrung.“