Janina Hettich-Walz (SC Schönwald) meldet sich am Sonntag eindrucksvoll zurück. Die Schwarzwälderin kommt beim Weltcup-Verfolger von Östersund auf Rang 15.
Janina Hettich-Walz war nach drei Schießfehlern – alle im Stehendanschlag – und Rang 37 am Freitag nach dem ersten Sprint der Weltcup-Saison so richtig sauer. „Es war einfach ein richtig beschissenes Schießen“, ärgerte sich die 29-Jährige über ihre Performance.
Damit ging die Lauterbacherin am Sonntag mit einem Rückstand von 1:43,3 Minuten auf Suvi Minkkinen (Finnland) in den Verfolger. Viel früher durfte Julia Tannheimer (DAV Ulm, Ex-Skiinternat Furtwangen) ran, die als Achte nur gut 50 Sekunden nach der Finnin ins Rennen ging. Mit dem achten Platz hatte Tannheimer zugleich die deutsche Olympia-Norm abgehakt – wie übrigens auch bereits Snowboarderin Jana Fischer (Bräunlingen, SC Löffingen).
Der Verfolger
In Abwesenheit von Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß ließ Julia Tannheimer am Sonntag im Stehendanschlag eine Scheibe stehen. Besser machte es Janina Hettich-Walz, die alle fünf Schüsse ins Ziel setzte und sich auf Rang 25 verbesserte.
Auch bei zweiten Liegendschießen ließ die Lauterbacherin nichts anbrennen. Schon fand sie sich auf dem 19. Rang wieder. Noch vier Plätze fehlten zur halben deutschen Olympia-Norm. Auch Tannheimer traf alle Scheiben.
Es folgte der erste Stehendanschlag, bei dem Hettich-Walz am Freitag große Probleme hatte. Doch nun passte alles. Der Lohn war Rang elf. Beim abschließenden Schießen ging es nun sogar um die direkte Norm – also einem Platz unter den Top acht. Doch nun verfehlte die Schwarzwälderin zwei Scheiben. Als 18. ging die 29-Jährige auf die Schlussrunde. In dieser schnappte sich Hettich-Walz noch drei Läuferinnen. Die schaffte also als 15. die halbe DSV-Olympia-Norm. Am Ende hatte Hettich-Walz die sechstbeste Laufzeit hingelegt. Julia Tannheimer kam auf Rang 20.
Mit einer starken Schlussrunde entschied Lisa Theresa Hauser (Österreich) den Verfolger vor der lange führenden Suvi Minkkinen für sich. Die schwedische Lokalmatadorin Anna Magnusson vervollständigte als Dritte das Podest. Beste Deutsche war Vanessa Voigt als Zehnte.
IBU-Cup in Obertillach
Unterdessen ging die „zweite Reihe“ im Biathlon im österreichischen Obertillach in die nächsten IBU-Cup-Rennen. Beim Sprint-Sieg der Schwedin Anna-Karin Heijdenberg war Julia Kink als Achte die beste Deutsche. Gleich drei Fehler leistete sich Charlotte Gallbronner, Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Todtnau. Damit war die Ex-Schülerin des Furtwanger Skiinternats chancenlos. Mit einem Rückstand von 2:23,3 Minuten stand für die 22-Jährige nur der 62. Rang. Damit verpasste sie den Sprung in den abschließenden Verfolger am Sonntag.
Roman Rees
Im Vergleich zum Auftakt am Donnerstag (30.) steigerte sich Roman Rees (SV Schauinsland) im Sprint. Der Schwarzwälder kam mit einer Fahrkarte auf den zwölften Rang. Es siegte der Norweger Johannes Dale-Skjevdal, der schon den ersten Sprint am Donnerstag für sich entschieden hatte. Bester Deutscher war Leonard Pfund als Vierter. Der Wahl-Schwarzwälder Linus Kesper (SC Willingen, 3) schaffte es als 68. nicht in den Verfolger. In diesem war Johannes Dale-Skjevdal erneut nicht zu schlagen. Rees landete nach zwei Fehlern am Sonntag auf dem 15. Rang. Bester DSV-Biathlet war erneut Leonard Pfund (7.).