Janina Hettich-Walz will nach den Olympischen Spielen nun beim Weltcup in Kontiolahti in die Top 10. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Die Olympischen Spiele in Antholz sind abgehakt, für Janina Hettich-Walz und Co. geht es nach dem Karriereende von Star Franziska Preuß im Weltcup in Finnland weiter.

Die Biathletinnen und Biathleten kämpfen ab Donnerstag beim Weltcup in Kontiolahti um Punkte. In Finnland stehen am Donnerstag und Freitag zunächst die Einzel auf dem Programm, ehe am Samstag und am Sonntag die Massenstart- und Staffelwettbewerbe folgen.

 

Den Anfang machen am Donnerstag (17.05 Uhr) die Frauen mit dem Einzel über 15 Kilometer. Weiter geht es für Janina Hettich-Walz (SC Schönwald, Lauterbach), Julia Tannheimer (DAV Ulm, Ex-Skiinternat Furtwangen) und Co. am Samstag mit dem Massenstart (12,5 km), bevor am Sonntag die Frauenstaffel auf dem Programm steht.

Es wird die erste DSV-Staffel seit vielen Jahren ohne Aushängeschild Franziska Preuß sein, die nach den Spielen in Antholz ihren sofortigen Rücktritt erklärt hatte.

Das DSV-Aufgebot

Frauen: Marlene Fichtner (SC Traunstein), Selina Grotian (SC Mittenwald), Julia Tannheimer (DAV Ulm), Vanessa Voigt (WSV Rotterode) und Janina Hettich-Walz (SC Schönwald).

Männer: Lucas Fratzscher (WSV Oberhof), Philipp Horn (SV Eintracht Frankenhain), Philipp Nawrath (SK Nesselwang), Leonhard Pfund (SC Bad Tölz) und David Zobel (SC Partenkirchen).

Das sagt der Sportdirektor

Felix Bitterling, Sportdirektor Biathlon, lässt sich in einer DSV-Mitteilung so zitieren:„Mit Kontiolahti steht der siebte Weltcup der Saison und zugleich der erste nach den Olympischen Spielen an. Der olympische Rückblick ist weitgehend erfolgt, klar ist aber auch: Mit nur einer Medaille können und wollen wir im deutschen Biathlon nicht zufrieden sein. Unser Anspruch als Team und Verband ist ein anderer, und dem stellen wir uns. Die entsprechenden Analysen haben bereits begonnen und werden bis zur Trainerklausur abgeschlossen, in der wir die Weichen für die kommende Saison und Vorbereitung stellen. Trotzdem teilen wir die teilweise sehr zugespitzte Weltuntergangsstimmung rund um den deutschen Biathlon nicht. Wir haben bei Olympia viele starke Leistungen gesehen, mehrere Ergebnisse lagen nur sehr knapp an den Medaillen vorbei. Solche Leistungen muss man erst einmal abrufen, darauf gilt es aufzubauen. Einige Athletinnen und Athleten haben ihre Saisonbestleistungen genau bei diesem Höhepunkt gezeigt oder waren sehr nah daran. Das muss man realistisch einordnen.“

Und weiter: „Aktuell verfügen wir nicht über die großen dominierenden Einzelstars vergangener Jahre, insbesondere nach dem Karriereende von Franziska Preuß. Gleichzeitig sehen wir vor allem bei den Frauen mehrere sehr hoffnungsvolle Athletinnen, die sich weiterentwickeln und perspektivisch in diese Rollen hineinwachsen können. Insgesamt haben wir leistungsfähige Athletinnen und Athleten, die für Podestplätze einen nahezu perfekten Tag benötigen. Unsere Aufgabe ist es, die Voraussetzungen dafür bestmöglich zu schaffen.“

Das sagt Janina Hettich-Walz

Die Schönwälderin blickt so auf die Rennen in Finnland: „Ich habe die Zeit zu Hause erst einmal mit meiner Familie genossen, meine Tochter ist letzte Woche ein Jahr alt geworden, das war natürlich etwas ganz Besonderes. Trainiert habe ich natürlich trotzdem. Bei uns war es schon richtig frühlingshaft, deshalb saß ich auch mal wieder auf dem Rad. Jetzt freue ich mich aber noch einmal auf den Winter und hoffe auf gutes Winterwetter in Kontiolahti, damit wir dort optimale Bedingungen haben. Tatsächlich war ich schon seit vier Jahren nicht mehr dort, das ist also eine ganze Weile her. Sportlich nehme ich mir vor, wieder in Richtung Top 10 zu laufen. Ich finde, meine Leistungen bei Olympia waren nicht schlecht, auch wenn es am Ende nicht für eine Medaille gereicht hat. Daran möchte ich jetzt anknüpfen.“